EU-Gebäuderichtlinie

Öffentliche Konsultation zur Novellierung der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden. Eine Teilnahme ist bis 22. Juni 2021 möglich.

Die Gebäuderichtlinie der Europäischen Union (EU)

Im Mai 2010 hatte das Europäische Parlament eine EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden, kurz EU-Gebäuderichtlinie oder auch Directive on Energy Performance of Buildings (EPBD) verabschiedet. Sie soll maßgeblich dazu beitragen, den Energiebedarf von Gebäuden der Mitgliedsländer und die damit verbundenen Kohlenstoffdioxyd- (CO₂-)Emissionen zu senken sowie ihre Abhängigkeit von Energieimporten zu reduzieren. Ende Mai 2018 trat eine Änderung der Richtlinie mit einigen Ergänzungen in Kraft. Diese umfasst Maßnahmen zur Beschleunigung der Gebäudesanierung in Richtung energieeffizienterer Systeme sowie die Verbesserung der Energieeffizienz neuer Gebäude.

Gemäß der EU-Gebäuderichtlinie sollen ab 2021 alle neuen Gebäude in der EU nahezu auf dem Niveau von Null-Energie-Häusern (nearly zero-energy-buildings) errichtet werden.

Aufgrund der bevorstehenden Novellierung dieser Richtlinie im Rahmen des European Green Deal, Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen, bietet die Europäische Kommission im Rahmen einer öffentlichen Konsultation seit 30. März 2021 die Gelegenheit, zur EU-Gebäuderichtlinie Stellung zu beziehen.

Vorrangiges Ziel dieser Konsultation ist, die Renovierungsrate deutlich anzuheben – nicht nur, was die Anzahl von renovierten Projekten betrifft, sondern auch in Bezug auf eine gründlichere Renovierung. Unter anderem wird thematisiert, wie ein hocheffizienter und dekarbonisierter Gebäudebereich 2050 aussehen kann und wie eine einfachere und leistbarere Finanzierung in der Regel des „Next Generation EU“-Wiederaufbaufonds erzielt werden kann.

Die Novellierung der EPBD ist zentral für die Anpassung der EU-Regelungen – auch im Hinblick auf vielfältige Vorschläge des Fit for 55-Packages – inklusive der Novellierungsvorschläge zur Energieeffizienzrichtlinie, die im Juni 2021 vorgestellt werden soll. Die Teilnahme an der öffentlichen Konsultation ist bis 22. Juni 2021 möglich.