Europäische Batterieentwicklung: „Europa nimmt die Aufholjagd zu Asien auf“

Staatssekretär Brunner nimmt an hochrangigem Austausch zur „European Battery Alliance“ teil

„Nachhaltige und saubere Batterie- und Speicherlösungen spielen in der Klima- und Energiewende eine zentrale Rolle. Von Möglichkeiten zur Energiespeicherung, über recycelbare Autobatterien für Elektroautos bis hin zu einem verantwortungsvollen Rohstoff- und Ressourceneinsatz. Asien hatte in diesem Bereich stets die Nase vorne – das soll sich nun ändern! Europa nimmt die Aufholjagd auf“, so Staatssekretär im Technologieministerium Magnus Brunner, im Anschluss an ein hochrangiges Treffen der „European Battery Alliance“.
Staatssekretär Magnus Brunner bei der Videokonferenz
Staatssekretär Magnus Brunner, Foto: BMK

Dabei setzt man auf paneuropäische Forschungszusammenarbeit, gezielte Investitionsprogramme und bürokratische Erleichterungen.

Teilnehmer des hochrangigen Austausches, waren unter anderen Maroš Šefčovič, Vizepräsident der EU-Kommission, Ambroise Fayolle, Vizepräsident der Europäischen Investmentbank und Peter Altmaier, deutscher Wirtschaftsminister, sowie weitere Regierungsmitglieder der Mitgliedsstaaten.

Bedeutung für einen starken Wirtschaftsstandort in einem nachhaltigen Europa

„Der Schlüssel zu einer sauberen Zukunft ist Innovation. Wir kennen heute erst ein Drittel der Technologien, die wir brauchen werden um unsere Ziele von morgen zu erreichen. Batterien spielen dabei eine wesentliche Rolle, gerade für die E-Mobilität. Bereits zahlreiche Herstellermarken haben angekündigt, künftig vermehrt auf E-Autos zu setzen. Dafür brauchen wir saubere Speicherlösungen und ressourcenschonende Batterien. Gerade als Land wie Österreich, geprägt von einer starken Zulieferindustrie, setzen wir auf die Chancen für die heimische Forschung und nutzen das Potenzial des Wachstumsmarktes. Daher nimmt Österreich gemeinsam mit elf weiteren Mitgliedstaaten am IPCEI-Programm für Batterien, mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von bis zu 12 Milliarden Euro, teil“, so Brunner.

Die Unternehmen und Mitgliedstaaten arbeiten dabei an der Stärkung der gesamten Wertschöpfungskette: Von Rohmaterialien über Batteriezellen hin zur Integration der Batteriekomponenten bis hin zu Recycling/End-of-Life. Insgesamt 42 Unternehmen aus 12 Mitgliedstaaten engagieren sich im Rahmen des „Important Projects of Common European Interest“ mit dem Ziel, Europa zum führenden Standort für Batterieentwicklung und -produktion zu entwickeln – darunter auch 6 innovative Unternehmen aus Österreich.

„Österreich nimmt dafür 45 Millionen Euro in die Hand, die Unternehmen selbst investieren nochmals knapp 110 Millionen Euro. Damit stärken wir die heimische Industrie und schaffen wertvolle Arbeitsplätze und Wertschöpfung, vor dem Hintergrund des Green Deals“, so Brunner abschließend.