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Alps Mobility II – Perlen der Alpen

Die gute internationale Zusammenarbeit im Projekt „Alps Mobility“ war mit ein wesentlicher Grund zur Konzeption und Einreichung von Projekten in der nächsten Förderperiode des Europäischen Regionalfonds. Neu dazu gekommen sind Partner aus Frankreich und der Schweiz.

Logo: Alpine Pearls

Alternativen zum Auto

Wesentliche Arbeitspakete des Projekts „Alps MobilityII – Perlen der Alpen“ an denen sich auch das Bundesministerium finanziell und durch fachliche Betreuung beteiligte waren:

  • die Entwicklung von Angeboten zur umweltverträglichen An- und Abreise in alpine Ferienregionen, insbesondere mit der Bahn, basierend auf Erfahrungen in mehreren europäischen Staaten
  • die Entwicklung eines touristischen Produkts „Perlen der Alpen“: Dabei handelt es sich um Tourismusorte, die sich verpflichten, strikte ökologische Kriterien einzuhalten, vor allem im Hinblick auf umweltfreundliche Mobilitätsangebote. Die „Perlen der Alpen“ bieten Alternativen zum Auto im Ort und in der Umgebung (gute Fuß- und Radwege, zum Teil auch Ortsbusse und Anrufsammeltaxis) und sind bemüht gemeinsam mit den Verkehrs-unternehmen attraktive Angebote für autofreie Urlaube mit Bahn und Busanreise anzubieten. Die erste österreichische Perle war Werfenweng, die Gemeinden Neukirchen am Großvenediger, Hinterstoder Mallnitz und Weissensee folgten. Die Dachorganisation der „Perlen der Alpen“ wurde im Jänner 2006 offiziell als Verein gegründet und im Rahmen der Konferenz „Umweltverträglich Reisen in Europa“ 2006 in Wien präsentiert.
Der Kinderpass in Werfenweng, Vorder- und Rückseite
Kinderpass Foto: Peter Brandauer

25 „Perlen“ repräsentieren derzeit etwa 12 Millionen Gästenächtigungen und 2,2 Millionen Gäste jährlich. Wenn es gelingt einen Teil dieser Gäste mit guten Angeboten zur Bahnanreise zu motivieren – in der Perle Werfenweng kommen 25 % der Gäste in der Wintersaison mit der Bahn – so bedeutet dieser Bahnanteil 550.000 zusätzliche Fernreisende, die in ihre Ferienregion und wieder zurück reisen.

Noch während der Laufzeit des Projekts „Alps Mobility II – Perlen der Alpen“ wurden Package-Angebote mit Bahnreiseveranstaltern entwickelt. In allen Werbemitteln wird die Bahnanreise forciert, die „Perle“ Werfenweng ließ Mobilitätsbroschüren für Erwachsene und für Kinder gestalten.

Vorderansicht eines modernen Steuerwagens der Pinzgauer Lokalbahn am Bahnhof
Pinzgauer Lokalbahn Foto: Ernst Lung / BMVIT

Für den Oberpinzgau wurden in einer kurzen Studie die Marktchancen der Pinzgauer Lokabahn (Krimmler Bahn), insbesondere für den touristischen Verkehr untersucht, da seitens der Gemeinden des Oberpinzgaus großes Interesse an der Wiederherstellung der im Juli 2005 durch Hochwasserschäden unterbrochenen Strecke bis Krimml bestanden hat. Im Rahmen dieser Untersuchung konnte vor allem an den Beispielen der Vinschgerbahn Meran – Mals , der Zillertalbahn und der Usedomer Bäderbahn gezeigt werden, dass Regionalbahnen in touristischen Regionen erfolgreich sein können.

Seit Juli 2008 gehört die Pinzgauer Lokalbahn dem Land Salzburg und der Betrieb wurde von der Salzburg AG übernommen. Die Bauarbeiten zur Wiederherstellung der gesamten Strecke nach den Hochwasserschäden konnten im September 2010 abgeschlossen werden. Heute ist die Pinzgauer Bahn eine attraktive Regionalbahn mit rund 900.000 Fahrgästen jährlich und stellt auch ein Rückgrat für die touristische Mobilität in der Region Nationalpark Hohe Tauern dar. In der Nationalpark Sommercard –einer Gästekarte – ist die Benützung der Pinzgauer Lokalbahn inkludiert.

Hinweis: Neben der „Perlen der Alpen“ bemühen sich auch andere alpine Destinationen um Gäste, die ohne Auto anreisen. Hervorzuheben sind unter anderem die Bergsteigerdörfer.