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Umspannwerk Albern Errichtung eines 110/20 kV-Umspannwerks

Die Wiener Netze GmbH plant die Errichtung eines neuen Umspannwerks in Albern zur Entlastung des 20 Kilovolt-Versorgungsgebiets von Kaiserebersdorf und Schwechat.

Kundmachung

Die Wiener Netze GmbH plant die Errichtung eines neuen Umspannwerks in Albern zur Entlastung des 20 kV-Versorgungsgebiets von Kaiserebersdorf und Schwechat. Die geplanten Arbeiten umfassen im Wesentlichen:

Umspannwerk Albern:

  • Errichtung de kompletten Umspannwerks Albern inkl. aller Nebenbetriebe bis zu den Anschlusspunkten für die 20 kV-Kabelendverschlüsse, auf Grundstück Nr. 155/2, KG Albern,
  • Unterbringung einer 110 kV- und einer 20 kV-Schaltanlage, jeweil als SF6-gaisolierte Doppelsammelschienen-Schaltanlage,
  • 110/20 kV-Regeleitungsumspanner sowie
  • Steuer- und Überwachungeinrichtungen und sämtliche Nebenanlagen

Umspannwerk Kaiserebersdorf:

  • Adaptierungarbeiten zum Anschluss von zwei 110 kV-Doppelkabelsystemen Richtung Umspannwerk Albern:

Erstes Doppelkammersystem: Errichtung einer 110 kVKabelüberführung an die Freileitung Richtung Umspannwerk Simmering (System 102/2)

Zweites Doppelkammersystem: Anschluss an ein – durch die Umschwenkung des Systems 102/2 auf eine neu zu errichtende 110 kVKabelübergabe - freiwerdendes 110 kV-Schaltfeld im Umspannwerk Kaiserebersdorf

  • Errichtung einer 110 kV-Peterenverteilanlage, Errichtung von Ölauffanggruben und Aufstellung von 110 kV-Petersenspulen
  • Erweiterung der 110 kV-Schaltanlage um eine weitere 110 kV- Freiluftschaltfeld

110/20 kV-Kabellegung:

  • Verlegung von vier 110 kV-Kabelystemen auf einer Länge von ca. 2 km vom bestehenden Umspannwerk Kaiserebersdorf bis zum neu zu errichtenden Umspannwerk Albern (Errichtung als zwei 110 kV-Doppelkabelsysteme in jeweils einer Trasse für die vier 110 kV-Kabelsysteme)
  • Mitverlegung von 20 kV-Kabelystemen auf einem Teil der Trasse ab dem Kreuzungsplateau Albener Straße/Sendnergasse

Das gegenständliche Projekt erstreckt sich auf die Bundesländer Wien und Niederösterreich.

Mit Schreiben vom 17.9.2019 hat die Wiener Netze GmbH um Erteilung der Genehmigung nach den Bestimmungen des Starkstromwegegesetzes 1968 (StWG), BGBl. Nr. 70/1968, idgF, sowie um Durchführung des elektrizitätsrechtlichen Überprüfungs­verfahrens nach den Bestimmungen des Elektrotechnikgesetzes 1992, BGBl. Nr. 106/1993, idgF für das genannte Vorhaben angesucht und der Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus die Detailplanunterlagen einschließlich Pläne, technischen Bericht und Grundeigentümerverzeichnis übermittelt.

Die Zuständigkeit der Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus zur Durchführung des starkstromwegerechtlichen Verfahrens ergibt sich gemäß § 1 Abs. 1 StWG iVm § 24 daraus, dass sich die betroffenen elektrischen Leitungsanlagen für Starkstrom auf zwei oder mehrere Bundesländer erstrecken.

Gemäß § 7 Abs. 1 StWG ist durch Auflagen eine Abstimmung des Projekts mit bereits vorhandenen oder bewilligten anderen Energieversorgungseinrichtungen und mit den Erfordernissen der Landeskultur, des Forstwesens, des Wasserrechtes, der Raumplanung, der Wasserwirtschaft, der Wildbach- und Lawinenverbauung, des Natur- und Landschaftsschutzes, des Denkmalschutzes, der Bodenkultur, des öffentlichen Verkehrs sowie der Landesverteidigung herbeizuführen. Zur Wahrung dieser Interessen sind die dazu berufenen Behörden und öffentlich-rechtlichen Körperschaften nach Maßgabe ihrer möglichen Betroffenheit zu hören. Andere für das Projekt erforderliche verwaltungsrechtliche Bewilligungen bleiben unberührt.

Die Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus ordnet über die Anträge der Wiener Netze GmbH gemäß §§ 6 und 7 Starkstromwegegesetz 1968, BGBl. Nr. 70/1968, nach den Bestimmungen des Elektrotechnikgesetzes 1992, BGBl. Nr. 106/1993, sowie im Zusammenhalt mit den Bestimmungen der §§ 40 ff. AVG 1991, BGBl. Nr. 51/1991, sämtliche Bestimmungen idgF, die Durchführung des Ermittlungsverfahrens an.

Die mündliche Verhandlung wird wie folgt anberaumt:

Dienstag, 29. Oktober 2019, 9.30 Uhr,

Rathaus der Stadtgemeinde Schwechat, Zimmer 218,

Rathausplatz 9, 2320 Schwechat

Die Amtsabordnung findet sich zum genannten Zeitpunkt im Rathaus der Stadtgemeinde Schwechat ein. Von dort wird im Bedarfsfall auch der vorgesehene Lokalaugenschein seinen Ausgang nehmen.

In die Einreichunterlagen kann bis zur mündlichen Verhandlung im Rathaus Schwechat sowie im Magistratischen Bezirksamt für den 11. Bezirk Einsicht genommen werden.

Sie werden eingeladen, soweit Ihre Interessen berührt sind, an der Verhandlung teilzunehmen.

Sie können persönlich zur Verhandlung kommen oder sich vertreten lassen. Wenn Sie sich vertreten lassen, dann muss Ihr Vertreter mit der Sachlage vertraut und mit einer schriftlichen Vollmacht zur Abgabe bindender Erklärungen ausgestattet sein. Die Vollmacht hat auf Namen oder Firma zu lauten und muss ordnungsgemäß vergebührt sein.

Eine schriftliche Vollmacht ist nicht erforderlich, wenn          

  • Sie sich durch eine zur berufsmäßigen Parteienvertretung befugte Person, z.B. einen Rechtsanwalt oder Notar, vertreten lassen,
  • Sie sich durch Familienmitglieder (bzw. Haushaltsangehörige, Angestellte, Funktionäre von Organisationen), die der Behörde bekannt sind, vertreten lassen und kein Zweifel an deren Vertretungsbefugnis besteht,
  • Sie gemeinsam mit Ihrem Bevollmächtigten zur Verhandlung kommen.

Falls Sie an der Verhandlung teilnehmen, bringen Sie bitte diese Verständigung mit oder veranlassen Sie, dass Ihr Bevollmächtigter diese mitbringt.

Gemäß § 42 AVG 1991 idgF. verliert eine Person, die rechtzeitig die Verständigung von der Anberaumung der Verhandlung erhalten hat, ihre Stellung als Partei dann, soweit sie nicht spätestens bei der Verhandlung Einwendungen gegen das beantragte Projekt erhebt.

Wenn Sie keine Einwendungen gegen die der Verhandlung zugrundeliegenden Anträge erheben wollen, ist Ihre Teilnahme an der Verhandlung nicht unbedingt erforderlich.

Kundmachung Umspannwerk Albern (PDF, 452 KB)