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FFG-Richtlinien neu

Die neuen Richtlinien für die Förderung von Forschungs- und Innovationsprojekten der FFG sind am 1. Jänner 2015 in Kraft getreten. Folgende FFG-Richtlinien ersetzen die bisherige FFG-Richtlinie von 2007:

  • FFG-Richtlinie Offensiv als Basis für Programme, deren Fokus sich auf strategisch orientierte Förderungen im Sinne einer aktuellen und wirkungsorientierten Forschungs- und Innnovationspolitik richtet (aktuell Competence Headquarter, BRIDGE, Frontrunner FFG.)
  • FFG-Richtlinie KMU als Basis für themenoffene Programme, in deren Fokus die Zielgruppe forschender und entwickelnder Unternehmen, die in die Kategorie "Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU)" fallen, steht.
  • FFG-Richtlinie Industrie als Basis für themenoffene Programme, in deren Fokus die Zielgruppe forschender und entwickelnder Unternehmen, die nicht in die Kategorie "Kleine und Mittlere Unternehmen" fallen, steht.

Struktur und formale Vorgaben sind in allen drei Richtlinien gleich gestaltet, Unterschiede ergeben sich insbesondere in den Punkten 1 (Motive), 3 (Ziele und Indikatoren) und 5 (Förderbare Vorhaben).

Wesentliche Änderungen im Inhalt der Richtlinien

Es wurden laut Allgemeiner Gruppenfreistellungsverordnung der EU (AGVO) mögliche neue förderbare Vorhaben in die Richtlinien aufgenommen wie Förderungen für Forschungsinfrastrukturinvestitionen und Innovationscluster.

Der Kreis der prinzipiell zugelassenen Förderungswerberinnen und Förderungswerber wurde in den Richtlinien so breit wie möglich angesetzt, dieser Kreis kann den Zielen der jeweiligen Programme entsprechend auch eingeschränkt werden.

Eine wesentliche Verwaltungsvereinfachung ist insbesondere bei den förderbaren Kosten betreffend den Personalkosten und den Gemeinkosten zu erreichen. Daher sind nun die Möglichkeiten für Pauschalierungen explizit aufgenommen. Ebenfalls aufgenommen wurden Kostenpau-schalen bei EU-kofinanzierten Förderungen.

Die Förderungsintensitäten entsprechen den maximal zulässigen Grenzen der AGVO, können den Programmzielen entsprechend in den Instrumenten- oder Ausschreibungsleitfäden eingeschränkt werden.

Ein wesentlicher Punkt der Kontrolle ist die Vermeidung von Mehrfachförderungen sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene. Vorhaben mit einem Förderbarwert von mehr als 500.000,- Euro pro Unternehmen werden entsprechend der Vorgabe der AGVO ab 2016 veröffentlicht werden.

Zur Prüfung der Belege ist die Vorlage von elektronischen Belegen vorgesehen.

Förderungsarten auf Basis der FFG-Richtlinien KMU und Industrie sind Zuschüsse, zins- oder amortisationsbegünstigte Darlehen,Haftungen/Garantien, Annuitäten-, Zinsen- und Kreditkostenzuschüsse, Risikofinanzierungen und Beratungen durch die Abwicklungsstelle. Auf Basis der FFG-Richtlinie Offensiv sind ausschließlich Zuschüsse und Beratungen vorgesehen.