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FTI-Richtlinien neu

Die neuen Richtlinien für die Förderung von Forschungs- und Innovationsprojekten sind am 1. Jänner 2015 in Kraft getreten. Folgende FTI-Richtlinien ersetzen die bisherige FTE-Richtlinie:

  • Themen-FTI-Richtlinie als Basis für Programme, die spezifische thematische Schwerpunkte, insbesondere im Hinblick auf gesellschaftliche Herausforderungen, verfolgen (z.B. IKT der Zukunft, Produktion der Zukunft, Mobilität der Zukunft, Energie der Zukunft, Weltraumtechnologien.)
  • Struktur-FTI-Richtlinie als Basis für themenoffene Programme, mit deren Hilfe die Forschungsstrukturen nachhaltig verändert werden sollen, insbesondere im Hinblick auf Kooperation Wissenschaft/Wirtschaft (z.B. COMET, Innovationsscheck).
  • Humanressourcen-FTI-Richtlinie als Basis für themenoffene Programme, die den Forschungsstandort im Hinblick auf die Humanressourcenfrage behandeln (zum Beispiel Talente).

Struktur und formale Vorgaben sind in allen drei Richtlinien gleich gestaltet, Unterschiede ergeben sich insbesondere in den Punkten 1 (Motive), 3 (Ziele und Indikatoren) und 5 (Förderbare Vorhaben).

Wesentliche Änderungen im Inhalt der Richtlinien

Es wurden laut Allgemeiner Gruppenfreistellungsverordnung der EU (AGVO) mögliche neue förderbare Vorhaben in die Richtlinien aufgenommen wie Förderungen für Forschungsinfrastrukturinvestitionen und Innovationscluster.

Der Kreis der prinzipiell zugelassenen Förderungswerberinnen und Förderungswerber wurde in den Richtlinien so breit wie möglich angesetzt, dieser Kreis kann den Zielen der jeweiligen Programme entsprechend auch eingeschränkt werden.

Die FTI-Richtlinien enthalten erstmals ausdrücklich die Unterscheidung von Beihilfen (für die die Bestimmungen der AGVO maßgeblich sind) und Förderungen, die keine Beihilfen sind, da sie "nicht-wirtschaftliche Tätigkeiten" darstellen (Förderung ist der Oberbegriff für beide Arten).

Eine wesentliche Verwaltungsvereinfachung ist insbesondere bei den förderbaren Kosten betreffend den Personalkosten und den Gemeinkosten zu erreichen. Daher sind nun die Möglichkeiten für Pauschalierungen explizit aufgenommen. Ebenfalls aufgenommen wurden Kostenpauschalen bei EU-kofinanzierten Förderungen.

Die Förderungsintensitäten entsprechen den maximal zulässigen Grenzen der AGVO, können den Programmzielen entsprechend in den Instrumenten- oder Ausschreibungsleitfäden eingeschränkt werden.

Ein wesentlicher Punkt der Kontrolle ist die Vermeidung von Mehrfachförderungen sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene. Vorhaben mit einem Förderbarwert von mehr als 500.000,- Euro pro Unternehmen werden entsprechend der Vorgabe der AGVO ab 2016 veröffentlicht werden.

Zur Prüfung der Belege ist nun auch die Vorlage von elektronischen Belegen vorgesehen.

Förderungsarten sind ausschließlich Zuschüsse und Beratungen durch die Abwicklungsstelle.

Abwicklungsstellen sind in erster Linie FFG, aber auch AWS und FW