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Themenmanagement

Themenmanagement heißt, die zur Verfügung stehenden Interventionsmöglichkeiten umfassend und gezielt zur Unterstützung eines bestimmten inhaltlichen Schwerpunkts (Thema) zu nutzen. Die direkte FTI - Förderung ist dafür ein wichtiges Instrument, weitere Instrumente sind etwa Regulierung, öffentliche Beschaffung oder fiskalische Maßnahmen.

Das Themenmanagement gibt den strategischen Rahmen für die FTI - Förderung und begleitenden Aktivitäten vor (Definition der inhaltlichen qualitativen und quantitativen Ziele, Ausarbeitung und Umsetzung der Interventionsstrategie, Reflexion des Interventionserfolgs, Adaptierung der Ziele sowie Weiterentwicklung der Interventionsstrategie).

Nach den bereits eingeleiteten Verbesserungen und Harmonisierungen im Rahmen des Qualitätsmanagements gehen wir einen Schritt weiter: von der Neustrukturierung des Förderangebots hin zu einem übersichtlichen und gut steuerbaren Angebot entlang von forschungspolitisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich relevanten Themen: Energie, Mobilität, Produktion, IKT, Humanpotenzial, Weltraum, Sicherheit. Der Ansatz führt zu einem effizienteren und effektiveren Einsatz der Fördermittel. Das integrierte Portfoliomanagement über nationale und europäische Förderformate soll das österreichische Innovationssystem umfassender und treffsicherer mobilisieren können. Durch die Neustrukturierung wird das Förderangebot inhaltlich nicht eingeschränkt.

Vorteile für die Wirtschaft, die Forschungscommunity und die Forschungspolitik

  • Kundenorientiertes, zugängliches Förderportfolio durch Reduktion der Programmvielfalt, weniger Barrieren durch besser abgestimmte Beratung und Förderung (national, EU - Rahmenprogramm), Zugriff auf das gesamte Förderportfolio der FFG (deckt nun sämtliche F&E - Formate ab), effiziente Schnittstellen zu den Ressorts/Auftraggebern
  • Effiziente Kundenberatung und Zusammenarbeit innerhalb der FFG durch die Einführung bereichsübergreifender Thementeams (Bündelung instrumentenübergreifender Fach- und Abwicklungsexpertise entlang der strategischen Schwerpunkte), integrierte Förderberatung der FFG über nationales und EU - Angebot
  • Übersichtlicher Ausschreibungskalender für eine bessere Planbarkeit (Antragsstellung, Förderentscheidung), thematische Ausschreibungen sind großteils synchronisiert, aufeinander abgestimmte Förderinstrumente werden eingesetzt
  • Harmonisierte und vereinfachte Ausschreibungsunterlagen und standardisierte Instrumente mit klar definierten Förderbedingungen und Bewertungskriterien, Nutzung der Komplementarität, klare Abläufe für die Instrumente, abgestimmter Mix von top-down und bottom-up Instrumenten für ausgewählte Themen
  • Einheitliche Abwicklungsstandards für harmonisierte Ausschreibungen und Auswahlverfahren, überschaubare und stabile Gremienstruktur (Kontinuität als "Programmbegleiter"), klare Rollen und Aufgabenverteilung zwischen FFG und Ressorts

Die Themen des BMK

Energie:

Die eng verbundenen Bereiche Energie und Klima stehen vor großen Umwälzungen. Erderwärmung und Versorgungssicherheit verlangen nach internationalen Strategien. Österreich setzt auf einen innovationsseitigen Umbau des Energiesystems, das zukünftig wesentlich effizienter sein muss und einen deutlich höheren Anteil an erneuerbaren Energieträgern aufweisen wird. Durch das Engagement des BMK im Bereich der Neuen Energietechnologien wird der Wirtschaftsstandort Österreich durch Technologiekompetenz und Marktführerschaft gestärkt und wichtige Arbeitsplätze werden gesichert.

Im Rahmen der Energieforschungsstrategie wurden folgende Schlüsseltechnologien identifiziert:

  • Erneuerbare Energien
  • Energieversorgung und Energieeffizienz
  • Biobased Industry

Mobilität:

Forschung im Bereich Mobilität bedeutet, für den Personen- und Güterverkehr neue Lösungen zu finden und dabei systemische Ansätze zu nutzen. Antriebstechnologien, Energie- und Infrastrukturkonzepte sowie Klima- und Umweltschutz, soziale Implikationen von Mobilitätsverhalten und das generelle Nutzerverhalten werden hierbei angesprochen. Die vom BMK gemeinsam mit den Stakeholdern erarbeitete österreichische Luftfahrtstrategie für Forschung, Technologie und Innovation zielt auf den gesamten Luftfahrtsektor, sowohl auf die Luftfahrt(-zuliefer)industrie, als auch auf die Luftverkehrswirtschaft.

Das Thema inkludiert:

  • umweltfreundliche, energieeffiziente, sichere und lärmarme Fahrzeuge für alle Verkehrsträger
  • neue Antriebssysteme, alternativer Kraftstoffe und Werkstoffe
  • Informations-und Kommunikationssysteme
  • Verkehrsmanagement
  • Intelligente Infrastruktur
  • Technologien und Innovationen für eine nachhaltige, barrierefreie und sozial leistbare Mobilität
  • Technologien und Innovationen für intermodale Logistikketten
  • Technologien zur Verbesserung der Verkehrssicherheit
  • Verkehrsinfrastruktur und Maßnahmen zu deren Erhaltung
  • Ausbau bereits existierender technologischer Schlüsselkompetenzen und Aufbau neuer luftfahrtspezifischer Technologien
  • Stärkere Verankerung der österreichischen Luftfahrtunternehmen in den strategisch als wichtig erachteten Marktsegmenten

Intelligente Produktion

Als unverzichtbare Basis für Wertschöpfung und Beschäftigung muss die österreichische Industrie immer wieder neue Antworten auf die Herausforderungen einer globalisierten Wirtschaft finden. Der internationale Wettbewerb, die Ressourcenverknappung, Unweltstandards, Energieeffizienz, die Entwicklung des Arbeitsmarkts, Flexibilität und Qualität der Produktionsprozesse verlangen von der Produktionsforschung, gezielte Fragestellungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu bearbeiten,

Die Themenschwerpunkte umfassen:

  • High -Tech - Materialien und -oberflächen
  • Leistungsfähige, ressourceneffiziente und robuste Fertigungsprozesse
  • Flexible und wandlungsfähige Produktionssysteme
  • Innovation, Optimierung, Miniaturisierung und Sensor-Aktor-Integration im Bereich Produkte
  • Biobasierte Industrie/Bioraffinerie
  • Substitution und Recycling von Rohstoffen

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT):

Informations- und Kommunikationstechnologien sind das Rückgrat unserer modernen Wissensgesellschaft, sie durchdringen mit ihren Anwendungen alle Lebens- und Wirtschaftbereiche und können als Motor für Innovationen Methoden der industriellen Fertigung und der Dienstleistungen revolutionieren.

Mit fünf Stärkefeldern gehört die österreichische IKT - Forschung heute zur europäischen Spitze. Um diesen Vorsprung zu sichern und auszubauen, konzentriert sich das BMK auf folgende Kernbereiche:

  • Semantische Systeme
  • Embedded Systems
  • Visual Computing, Visualisierung von Daten und Anwendungen
  • Systems on Chips
  • Trust in IT Systems
  • IKT und demographischer Wandel

Humanpotenzial:

Um das bestehende Wohlstandsniveau zu halten und auszubauen, benötigt der Standort Österreich mehr qualifizierte, engagierte und kreative Arbeitskräfte. Es ist daher wichtig, den Nachwuchs in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik zu stärken. Junge Menschen und vor allem Mädchen für technische Berufe zu interessieren und zu motivieren sowie in diesen Bereichen beruflich Fuß zu fassen, ist oberstes Ziel im Themenbereich Humanressourcen.

Für die Förderung der Humanressourcen im Forschungsbereich sind vor allem folgende Entwicklungstendenzen von zentraler Bedeutung:

  • gezielte Nachwuchs- und insbesondere Mädchenförderung in Naturwissenschaft und Technik entlang der gesamten Bildungskette
  • gezielte Förderung von Frauen in Forschung, Technologie und Innovation zur Schaffung von Chancengleichheit in der industriellen und außeruniversitären Forschung

Weltraum:

Raumfahrt wird aufgrund der Komplexität der notwendigen Kapazitäten und der Langfristigkeit der Entwicklung beispielsweise der Satelliteninfrastruktur in (internationalen) Kooperationen durchgeführt. Im Rahmen der Programme der Europäischen Weltraumorganisation ESA, der EUMETSAT, sowie der Europäischen Union im Bereich Satellitennavigation EGNOS / Galileo und Erdbeobachtung (GMES) werden die Infrastrukturen bereitgestellt. Das BMK ermöglicht österreichischen Unternehmen, Forschungsorganisationen und Universitätsinstituten die aktive Teilnahme an der Forschung und am Bau und der Nutzung von Weltrauminfrastrukturen.

Schwerpunkte sind:

  • Weltraumforschung
  • Technologien für die Raumfahrt
  • Anwendungen von satellitengestützten Technologien

Sicherheit:

Sicherheit zu gewährleisten ist eine der staatlichen Kernaufgaben. Sicherheitsforschung ist grundsätzlich themenoffen und interdisziplinär, einschließlich gesellschaftswissenschaftlicher Ansätze. Aus einem politisch-strategischen Gesamtkonzept, ausgestaltet vom Nationalen Sicherheitsrat, lassen sich neben dem Schwerpunkt "Schutz kritischer Infrastruktur" folgende konkrete Themenschwerpunkte ableiten:

  • Führungsunterstützung und Ausrüstung für Einsatzkräfte im Krisenfall
  • Intelligente Videoüberwachung
  • Gesellschaftspolitische Aspekte von Sicherheit
  • Erkennung und Bekämpfung von gefährlichen Stoffen
  • Nationale Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnologie ("cyber security")