IPCEI Wasserstoff

Nachdem in den vergangenen Jahren bereits intensive Vorbereitungsarbeiten zum IPCEI H2 geführt wurden, starteten die konkreten Verhandlungen mit der beihilferechtlichen Voranmeldung der IPCEI H2 Industry mit einem Fokus auf die Dekarbonisierung der Industrie und IPCEI H2 Technology mit einem Fokus auf die Entwicklung von Technologien u.a. im Mobilitätsbereich Ende August 2021. Österreich strebt eine Teilnahme mit Mitteln aus dem Europäischen Wiederaufbaufonds und insgesamt acht nominierten Projekten an.

Bereits im Rahmen der Verhandlungen im Strategischen Forum in den Jahren 2018 und 2019 wurde Wasserstoff als eine der für die EU strategisch relevanten Wertschöpfungsketten für zukünftige IPCEI identifiziert. Erste Diskussionen und anschließende Planungen zum IPCEI H2 durch Interessensverbände und die Europäische Kommission starteten 2019 mit verschiedenen Workshops für Stakeholder, bei welchen unternehmensseitig erste Ideen für Projekte in einem IPCEI H2 vorgestellt wurden.

Mit der Unterzeichnung des IPCEI H2 Manifesto am 17. Dezember 2020 durch Österreich, 21 weitere EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen nahmen die Vorbereitungen zum IPCEI H2 immer konkretere Formen an. Nach zahlreichen Matchmaking-Events im Frühling 2021 wurden erste Ideen für Narrative und Fokusse von IPCEI H2 im Rahmen eines breiten Stakeholder-Prozesses auf europäischer Ebene diskutiert und ausgearbeitet.

Am 31. August 2021 erfolgte schließlich der offizielle Start des Genehmigungsprozesses der IPCEI H2. Mit einer Notifikation des IPCEI H2 Industry und des IPCEI H2 Technology wird aktuell noch im Jahr 2022 gerechnet werden.

In Österreich startete mit der Bedarfserhebung im Herbst 2020 die erste Stufe des nationalen Interessensbekundungsverfahren zu IPCEI H2. Mit mehr als 50 eingereichten Projektskizzen - inhaltlich entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette (Erzeugung, Transport, Speicherung und Anwendung) zu verorten – konnte ein überaus großes Interesse der österreichischen Industrie und Unternehmen sowie ein großes Potenzial für einen Beitrag zur Erreichung der europäischen und nationalen Klimaziele festgestellt werden.

In Folge der Sicherstellung der budgetären Abdeckung über den europäischen Wiederaufbaufonds startete mit der Ausschreibung zur Interessensbekundung im Mai 2021 die zweite Phase des nationalen Interessensbekundungsverfahren. Im Einklang mit europäischen und nationalen Strategien und Klimazielen zielte die Ausschreibung nach integrierten Projekten zur Erzeugung, Transport, Speicherung, insbesondere industrielle Anwendungen und Energiedienstleistung auf zu 100% erneuerbaren Wasserstoff ab.

Nach einem höchstkompetitiven Auswahlverfahren auf Basis der Empfehlungen einer unabhängigen internationalen Expertinnen- und Experten-Jury sowie europäischer und nationaler Strategien und Zielsetzungen, konnten im August 2021 je vier österreichische Projekte für die Teilnahmen am IPCEI H2 Industry bzw. IPCEI H2 Technology nominiert werden.

Links:
IPCEI H2 Manifesto: pdf-Dokument auf www.bmwi.de

Kontakt:
Maximilian Mansbart, MA, MRes
EU- und internationale Technologiepolitik und Programme
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