Mythos 7: Es gibt keine Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung

Fakt ist …

Das BMK startete die Initiative „Lebensmittel sind kostbar“. Mit 70 Partnerinnen und Partnern werden Maßnahmen gegen die Verschwendung gesetzt. Sowohl in Österreich als auch in den europäischen Institutionen gibt es eine Reihe von Initiativen gegen die Lebensmittelverschwendung. Hier wurde der Reduktion von Lebensmittelverschwendung hohe Priorität eingeräumt.

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, Arbeitsplätze zu schaffen und ein nachhaltiges Wachstum zu erreichen, hat die Europäische Kommission am 2. Dezember 2015 ein neues Maßnahmenpaket zur Kreislaufwirtschaft verabschiedet. Eine wichtige Zielsetzung ist die Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (UN) für nachhaltige Entwicklung. Diese sieht unter anderem die Reduktion von Lebensmittelabfällen in Haushalten und im Handel um die Hälfte und die Verringerung der Lebensmittelverluste und Abfälle in allen Bereichen bis zum Jahr 2030 vor.

Die österreichische Initiative „Lebensmittel sind kostbar!“:

  • Reduktion der vermeidbaren Lebensmittelabfälle entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
  • Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung für einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Lebensmitteln in Form von Öffentlichkeitsarbeit, Schulprojekten und Kooperationen mit Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft.
  • Die Initiative soll in der Öffentlichkeit als Plattform und verbindende Marke agieren.
  • Unterstützung von Prozessen und Systemen in der Wirtschaft (Produktion, Handel, Gastronomie usw.), die zur Reduktion von Lebensmittelabfällen beitragen.
  • Unterstützung von Projekten zur Weitergabe nicht mehr benötigter Lebensmittel an Bedürftige und soziale Institutionen.
  • Unter dem Motto „Die besten Beispiele vor den Vorhang“ werden herausragende Ideen und Projekte aus allen Lebensbereichen mit dem Viktualia Award ausgezeichnet.

Diese Initiative hat bereits rund 100 Kooperationspartner (Stand Juli 2019), welche laufend Maßnahmen zur Verringerung von Lebensmittelverlusten setzen. United Against Waste wurde im Jahr 2014 in Form einer branchenübergreifenden Plattform ins Leben gerufen. Gemeinsam verfolgen Unternehmen aus dem Food Service Markt sowie Bund, Länder, Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) ein ambitioniertes Ziel: Die vermeidbaren Lebensmittelabfälle in Küchenbetrieben sollen bis zum Jahr 2020 um die Hälfte reduziert werden.

united-against-waste.at

Fazit

Lebensmittelabfälle gehen uns alle an! Wir alle können gemeinsam einen Beitrag leisten und ein Zeichen gegen die Verschwendung setzen. Egal ob in Landwirtschaft, Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln, verschiedenen Handelsformen, in der Außerhausverpflegung (Gastronomie, Catering, Hotels) und privaten Haushalten: Lebensmittelabfälle können vermieden werden.