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A bis Z der Lagerung sonstiger Lebensmittel Wie lagere ich Brot am besten? Was muss bei der Lagerung von Fleisch, Eiern oder Milchprodukten beachtet werden und was macht man mit Wein- und Bierresten?

In unserem Lexikon der gängigsten Lebensmittel des täglichen Bedarfs erfahren Sie, wie die Haltbarkeit verschiedener Produkte richtig beurteilt können:

B wie Brot

Frisches Brot und Gebäck mag es grundsätzlich luftig – so bleibt es knusprig. Werden die Broteinkäufe bald aufgegessen, werden sie am besten in Papier verpackt oder in luftdurchlässiger Plastikverpackung gelagert.

Für längere Haltbarkeit ist Brot und Gebäck besser in Brotboxen oder Tongefäßen aufgehoben. Die Kruste bleibt zwar nicht knusprig, das Brot wird so aber vor dem Austrocknen geschützt und ist daher länger genießbar.

Tipp: Brot lässt sich auch in altbackenem Zustand noch gut zu Knödeln, Croutons oder zum Binden von Suppen weiterverwenden.

B wie Bier

Wenn Bier aus der Brauerei kommt, hat es bereits seinen optimalen Qualitätszustand erreicht und sollte innerhalb von drei Monaten getrunken werden. Die Flaschen sollten dunkel und kühl gelagert werden. Dosenbier und Bockbier kann so bis zu neun Monate lang aufbewahrt werden.

Allgemein gilt: Es empfiehlt sich das Mindesthaltbarkeitsdatum zu beachten. Solange sich aber keine sichtbaren Ablagerungen bilden und auch Geruch und Geschmack unauffällig sind, lässt sich das Bier auch darüber hinaus bedenkenlos genießen.

Tipp: Aus Bier kann Backteig, Biersuppe oder sogar Brot gemacht werden.

E wie Eier

Die Haltbarkeit von Eiern nach dem Legen liegt bei ungefähr vier Wochen. Gelagert werden rohe Eier am besten mit der Spitze nach unten in der Kühlschranktür. Hartgekochte Eier halten gekühlt zwei bis drei Tage. Eigelb kann in einem luftdichten Behälter mit etwas Wasser bedeckt zwei Tage lang im Kühlschrank aufbewahrt werden. Eiweiß hält gekühlt und in einem verschließbaren Gefäß sogar bis zu zwei Wochen.

Um festzustellen, ob die Eier aus dem Kühlschrank noch genießbar sind, gibt es mehrere Möglichkeiten:

Schütteln: Wird ein frisches Ei geschüttelt, so hört man nichts. Ein leichtes Schwappen hingegen ist ein Indiz dafür, dass das Ei bereits älter ist, denn die Luftkammer im Ei wird mit der Zeit größer.

Aufschlagen: Ist der Dotter von einem festen Eiweißring umgeben und wölbt sich nach oben, ist das Ei frisch. Ist der Dotter hingegen flach und das Eiklar wässrig, sollte das Ei nicht mehr roh verarbeitet werden.

Wassertest: Dazu kommt das Ei in ein Gefäß mit Wasser. Sinkt es zu Boden ist es immer noch genießbar. Schwimmt es jedoch oben, sollte es entsorgt werden.

F wie Fleisch & Fisch

Richtig gelagert werden Fleisch, Fisch und Wurstwaren im unteren und damit kühlsten Bereich des Kühlschranks. Frischer Aufschnitt von der Fleischtheke wird dort am besten in einer Frischhaltedose aufbewahrt und hält so drei bis vier Tage. Salami, Schinken oder Hauswürste am Stück halten gekühlt sogar bis zu 14 Tage.

Da sie zu den besonders leicht verderblichen Waren gehören, gilt es bei verpackten Fleisch- und Wurstwaren das angegebene Verfallsdatum unbedingt zu beachten, da im schlimmsten Fall die Gefahr einer Lebensmittelvergiftung droht. Ist die Verpackung einmal geöffnet, sollte der Inhalt innerhalb von drei bis vier Tagen verzehrt werden.

Allgemein gilt: Wer sich auf seine Sinne verlässt kann leicht feststellen, ob ein Produkt verdorben oder noch genießbar ist. Solange weder Aussehen, Geruch oder Geschmack ungewöhnlich bzw. auffällig sind, kann die Ware bedenkenlos verzehrt oder verarbeitet werden.

Tipp: Fleischreste, deren Haltbarkeitsdatum noch nicht überschritten wurde, eignen sich faschiert als Füllung oder zur Verarbeitung zu Eintöpfen, Fleischsalat oder Gröstl-Variationen.

K wie Kräuter

Frische Kräuter wie Basilikum, Dill, Minze, Oregano, Petersilie oder Schnittlauch bleiben länger frisch, wenn sie in einem Wasserglas im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Um auch im Winter nicht auf sommerliche Aromen verzichten zu müssen, empfiehlt es sich frische Kräuter mit ein bisschen Wasser in einem geeigneten Behälter einzufrieren. So können sie leicht portioniert und jederzeit unaufgetaut zum Kochen verwendet werden.

M wie Milch & Milchprodukte

Die optimale Temperatur zur Lagerung von Milchprodukten befindet sich im mittleren Fach des Kühlschranks. Werden Milchprodukte, wie beispielsweise Joghurt, auf Vorrat eingekauft, empfiehlt es sich diese nach Ablaufdatum sortiert in den Kühlschrank zu schlichten. Die länger haltbaren Produkte stehen so weiter hinten, die anderen griffbereit zum früheren Verzehr.

Bei der Lagerung von Butter empfiehlt sich die Kühlschranktür. Da Butter leicht den Geruch anderer Produkte annimmt, sollte sie licht- und aromadicht verpackt sein.

Im Gegensatz zu einzelnen Scheiben hält sich Käse im Ganzen länger frisch. Zur optimalen Aufbewahrung eignet sich eine Käseglocke oder ein verschließbarer Kunststoffbehälter. Damit er vor dem Verzehr sein ganzes Aroma entfalten kann, empfiehlt es sich ihn ein bis zwei Stunden vorher aus dem Kühlschrank zu holen.

Tipp: Mit Butter, Käse und anderen Milchprodukten lassen sich allerlei Reste zu schmackhaften Aufläufen oder Gratins verarbeiten. Übrig gebliebenes Schlagobers kann als Rahmersatz verwendet werden und dient, im Eiswürfelbeutel eingefroren, noch längere Zeit zum Verfeinern von Speisen.

Allgemein gilt: Wer sich auf seine Sinne verlässt, kann leicht feststellen, ob ein Produkt verdorben oder noch genießbar ist. Solange weder Aussehen, Geruch oder Geschmack ungewöhnlich bzw. auffällig sind, kann die Ware bedenkenlos verzehrt oder verarbeitet werden.

S wie Schokolade

Schokolade sollte kühl und trocken aufbewahrt werden, allerdings nicht im Kühlschrank, da sie leicht Fremdgerüche und Feuchtigkeit annimmt. Wer sie im Sommer dennoch eiskalt genießen möchte, sollte die Schokolade in einer geschlossenen Plastikverpackung einkühlen.
Bei zu hoher Temperatur setzt sich die Kakaobutter als weiße Schicht an der Oberfläche ab. Die Schokolade ist deshalb aber nicht ungenießbar.

Für Kekse gilt: Egal ob selbstgebacken oder gekauft – sie gehören nicht in den Kühlschrank. Es sei denn sie sind mit einer Creme gefüllt. In diesem Fall sollten sie schnellstmöglich verzehrt werden. Kekse werden am besten trocken, kühl und in luftdicht verschlossenen Behältern, wie der klassischen Keksdose, aufbewahrt.

Tipp: Feingehackt, gerieben oder Zerstoßen eignen sich Schokoladereste und weniger knusprige Kekse für Kuchenteige, Glasuren und süße Füllungen.

T wie Teigwaren

Für Nudeln und Reis eignet sich eine lichtgeschützte, trockene, kühle Lagerung in geschlossenen Gefäßen, die vor Lebensmittelmotten schützt und die Haltbarkeit gewährleistet.

Nudeln halten auch in einer bereits geöffneten Packung bis zu einem Jahr. Sind sie bereits gekocht, bleiben sie immer noch bis zu drei Tage lang im Kühlschrank frisch.

Roher Reis hält in der ungeöffneten Packung zwei bis drei Jahre. Naturreis hingegen nur bis zu einem Jahr. Wird gekochter Reis im Kühlschrank aufbewahrt so eignet er sich noch bis zu drei Tage lang zum Verzehr.

Allgemein gilt: Auch bei Nudeln und Reis empfiehlt es sich das Mindesthaltbarkeitsdatum zu beachten, da die enthaltenen Fette oder hinzugefügte Gewürze ranzig werden und so den Geschmack beeinträchtigen können.

W wie Wein

Ist eine Weinflasche erst einmal geöffnet, sorgt Sauerstoff dafür, dass sich das Aroma entfaltet. Der Wein entwickelt sich schneller und sollte daher möglichst rasch genossen werden. Damit eine Flasche auch nach dem Öffnen noch aufbewahrt werden kann, empfiehlt es sich die Sauerstoffzufuhr mittels Vakuumverschlusses zu stoppen. Befindet sich mehr Sauerstoff als Wein in der Flasche, so besteht die Gefahr einer Oxidation. Der Wein kann gegebenenfalls auch in eine kleinere Flasche umgefüllt werden. Besonders Weißwein lässt sich so noch einige Wochen im Kühlschrank aufbewahren.

Allgemein gilt: Je jünger der Wein, je höher der Alkohol- und Zuckergehalt und je voller die Flasche, desto länger die Haltbarkeit. Ob er auch nach einigen Tagen oder Wochen noch genießbar ist, entscheidet einzig und allein der Geschmackssinn.

Tipp: Egal, ob direkt weiterverarbeitet oder eingefroren – Weinreste eignen sich nicht nur zum Zubereiten und Verfeinern von Saucen, in der kalten Jahreszeit lässt sich unter Zugabe einiger Gewürze auch wärmender Glühwein zaubern.