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Branchenkonzepte Zahlreiche Branchenkonzepte wurden bislang erarbeitet, um die Abfallvermeidungs- und -verwertungspotentiale verschiedener Branchen zu beschreiben sowie zu quantifizieren.

Die Möglichkeiten zur Optimierung der betrieblichen Abfallwirtschaft sowohl in ökologischer als auch ökonomischer Hinsicht sind sehr beschränkt, soferne nicht das gesamte Beschaffungswesen sowie der Produktionsprozess miteinbezogen werden. Die Abfallmenge sowie deren Inhaltsstoffe werden nämlich durch die eingesetzten Roh- und Hilfsstoffe sowie vom Produktionsverfahren vorgegeben.

Mit dem Ziel die abfallwirtschaftliche Situation einzelner Branchen zu untersuchen und konkrete Verbesserungsmöglichkeiten in Form abfallarmer Produktionsprozesse aufzuzeigen, werden "Branchenkonzepte" erstellt.

In diesen Branchenkonzepten werden Abfallvermeidungs- und Verwertungspotentiale verschiedener Branchen unter Berücksichtigung des Standes der Technik sowie neuester Entwicklungen beschrieben und quantifiziert. Sie werden meist in Kooperation zwischen dem Bundesministerium und den betroffenen Wirtschaftskreisen erstellt. Neben dem reinen Informationsangebot sollen die Betriebe auch zu konkreten Umsetzungsschritten motiviert werden.

Derzeit liegen Branchenkonzepte für die Bereiche

  • Holz*)
  • Landwirtschaft
  • Abfälle aus dem medizinischen Bereich
  • Farb- und Lackabfälle
  • Abfälle halogenfreier Lösemittel
  • Abfälle aus ledererzeugenden Betrieben*)
  • Gießereiabfälle
  • Nahrungs- und Genußmittelabfälle*)
  • Chemischreinigung
  • CKW-Metalloberflächenreinigung
  • Zellstoff- und Papierindustrie *)
  • Textil
  • Fotografische Abfälle und Abwässer
  • Altöle und Altschmierstoffe
  • Galvanik und
  • Chemische Industrie*)

vor und können vom Bundesministerium (Telefonnummer: 711 00 / 613 451) angefordert werden (Anmerkung: die mit *) gekennzeichneten Konzepte sind bereits vergriffen).

Wurden für den eigenen Bereich Verbesserungsvorschläge erkannt, sollte eine Umsetzung möglichst rasch verwirklicht werden. Die Vergangenheit hat nämlich gezeigt, dass bei nahezu allen Betrieben Einsparungen bei den Entsorgungskosten durch eine reduzierte Abfallmenge bzw. durch Herabsetzung des Gefährdungspotentiales oftmals durch kleine Modifizierungen realisierbar sind.

Darüberhinaus bietet die Förderungsmöglichkeit nach dem Umweltförderungsgesetz, wonach Investitionskosten für abfallvermeidende Maßnahmen in beträchtlichem Ausmaß übernommen werden, einen weiteren Anreiz die betriebliche, abfallwirtschaftliche Situation zu überdenken.