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Luftverkehr im Emissionshandel Seit dem Jahr 2012 ist auch der Luftverkehr in den Emissionshandel der Europäischen Union einbezogen. Bereits seit Anfang 2010 werden die Emissionen des Luftverkehrs überwacht und müssen berichtet werden.

Aufgrund der Bemühungen der internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO), ein globales marktbasiertes Klimaschutzinstrument für den internationalen Luftverkehr zu schaffen, wurden die Melde- und Abgabeverpflichtungen für die Jahre 2012 bis 2016 eingeschränkt. Das heißt, sie gelten nur für Emissionen aus Flügen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR (reduced scope)). Auch die Anzahl der zu vergebenden kostenlosen Zertifikate wird für die Jahre 2012 bis 2016 an den verringerten Anwendungsbereich angepasst.

Flüge nicht-gewerblicher Luftfahrzeugbetreibender mit weniger als 1.000 Tonnen Kohlenstoffdioxyd (CO2) pro Jahr werden von 2013 bis 2020 aus dem EU-Emissionshandel ausgenommen. Schwellenwerte beziehen sich grundsätzlich nicht nur auf die Flüge innerhalb des EWR, sondern auf alle Flüge nach ursprünglichem Geltungsbereich der Richtlinie.

Für Luftfahrzeugbetreibende mit weniger als 25.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr, gibt es Erleichterungen bei der Überwachung der Emissionen. Wenn sie für ihre Emissionsmeldung die Daten von Eurocontrol verwenden (http://www.eurocontrol.int/articles/ets-support-facility), ist eine Verifizierung durch eine unabhängige Prüfeinrichtung nicht mehr erforderlich. Auch hier beziehen sich die Schwellenwerte grundsätzlich nicht nur auf die Flüge innerhalb des EWR, sondern auf alle Flüge nach ursprünglichem Geltungsbereich der Richtlinie.

Nach der Verabschiedung des Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation (CORSIA) durch die ICAO Anfang Oktober 2016, muss die Einbeziehung von Flügen aus und in den EWR ab 2017 erneut geregelt werden.