UN-Klimagipfel 2019 in New York

Die damalige Bundesministerin Maria Patek nahm gemeinsam mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen und der damaligen Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein am UN Climate Action Summit in New York (21.–23. September 2019) teil.

Österreich war beim gesamten Klimagipfel aktiv eingebunden, die Bundesregierung unterstützte auch mehrere Initiativen des Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN) António Guterres. Insgesamt sind wir neun Initiativen beigetreten, unter anderem: Deklaration zur Kohlenstoffneutralität, Bekenntnis zur Dekarbonisierung, Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Gendergerechtigkeit und stärkere Partizipation von Jugendlichen im Klimaschutz. Besonders beim Thema Transformation der Energiewirtschaft brachte sich Österreich intensiv ein.

Die Initiative zur Kohlenstoffneutralität und der damit verbundene Beitritt zur Carbon Neutrality Coalition (24 Länder) ist ein Verbund von sehr ambitionierten Staaten, denen Österreich nun beigetreten ist. Im Rahmen des Klimagipfels wurde eine weitere Initiative mit dem konkreten Bekenntnis zur Dekarbonisierung bis 2050 gestartet, welche auch mit der Langfriststrategie der Europäischen Union (EU) 2050 in Einklang steht. Die Initiative wurde von Chile (Vorsitz der Weltklimakonferenz im Dezember 2019) federführend initiiert und wird von 65 Ländern, unter anderem Österreich, unterstützt. 

Österreich als Vorreiter bei erneuerbarer Energie

Beim Energy Action Forum präsentierte die damalige Bundeministerin Patek Österreich als Vorreiter im Bereich der erneuerbaren Energie: Mit einem Anteil von 73 Prozent am Bruttostromverbrauch sind wir im Bereich der erneuerbaren Energie Spitzenreiter in der EU. Beim Umsetzungsindex der UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals (SDG)) belegen wir den 5. Platz von 156 Staaten. Beim Energiewende-Index sind wir auf Platz 6 von 115 untersuchten Ländern. Und 2020 wird in Österreich das letzte Kohlekraftwerk vom Netz gehen. Damit wird Österreich weltweit das erste Industrieland ohne Atom- und Kohlestromerzeugung sein und zählt somit zu den globalen Vorreitern im Bereich der Energiewende.

Natürlich stand vor allem die #mission2030 – die österreichische Klima- und Energiestrategie im Fokus der Präsentation der Bundesministerin. Darin sind klare Ziele definiert: 2030 soll die gesamte Stromversorgung in Österreich zu 100 Prozent auf Erneuerbare umgestellt und die Dekarbonisierung des Energiesystems bis 2050 erreicht werden. Mit dem Ökostrom-Paket werden über 500 Millionen Euro für den Ausbau von Windkraft, Wasserkraft, Photovoltaik, Biomasse und Biogas zur Verfügung gestellt. Alleine für den Photovoltaik-Ausbau bedeutet das mehr als 100 Millionen Euro zusätzlich in den nächsten drei Jahren. Das Ökostrom-Paket ist aber nur ein Teil des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetztes, welches im Bundesministerium vorbereitet wird.

Straffes Programm in New York

Die Bundesministerin besuchte im Rahmen des UN-Klimagipfels mehrere Veranstaltungen und konnte wichtige bilaterale Gespräche führen. Unter anderem nahm sie an der Eröffnung des Klimagipfels und am Energy Action Forum sowie an der Eröffnung des Youth Climate Summit "Young People at the Frontlines" teil. Bilaterale Gespräche führte sie unter anderem mit dem UN-Generalsekretär António Guterres sowie dem Direktor des Green Cilmate Fund Yannick Glemerec. Danach folgte ein Gespräch mit Chiles Umweltministerin Carolina Schmidt über die weitere Umsetzung des Pariser Abkommens bei der Weltklimakonferenz in Chile im Dezember.

Jugend-Klimagipfel

Maria Patek und Alexander Van der Bellen nahmen auch mit österreichischen Jugenddelegierten am „Youth Climate Summit“ in New York teil. Dieser fand im Vorfeld des UN-Klimagipfels statt.

Der Jugend kommt beim diesjährigen Klimagipfel in New York eine besondere Rolle zu. Die Vereinten Nationen organisierten erstmals einen Jugend-Klimagipfel, an dem hunderte Jugendliche aus der ganzen Welt teilnahmen. Die UN will damit die wichtige Rolle der Jugend im Kampf gegen die Klimakrise besonders hervorstreichen.

Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek lud die österreichische Jugendklimareporterin Miriam Schönbrunn ein, zur Konferenz mitzureisen. Außerdem ermöglichte das Nachhaltigkeitsministerium der Jugenddelegierten aus Nepal, Sabu Sharma, die Teilnahme an der Klimaveranstaltung. Durch Initiativen wie diese soll jungen Menschen aus Entwicklungsländern, die sich für den Klimaschutz einsetzen, eine stärkere Partizipation möglich gemacht werden. „Es freut mich sehr, dass wir in unserer Delegation besonders auf die Jugend setzen. Denn sie sind es, denen wir zuhören müssen und deren Zukunft von unseren Entscheidungen abhängt“, freut sich Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek. Sie begleitete die beiden Jugendlichen am Samstag zur Eröffung des Jugend-Klimagipfels „Young People at the Frontlines“ und tauschte sich mit ihnen über die Herausforderungen und Maßnahmen im Klimaschutz aus. Am Montag vertritt die Ministerin gemeinsam mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen Österreich beim Weltklimagipfel.