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22. Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen (COP22) in Marrakesch 2016 In Marokko wurden die Arbeiten am Pariser Abkommen aufgenommen.

Die 22. Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen fand vom 7. bis 19. November 2016 in Marrakesch, Marokko, statt. Der Gipfel umfasste die 22. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien (COP 22) zum UN-Rahmenübereinkommen über Klimaänderungen (UNFCCC), die 12. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien des Kyoto-Protokolls (CMP 12) und – durch das rasche Inkrafttreten des Pariser Übereinkommens am 4. November 2016 – auch die erste Tagung der Konferenz der Vertragsparteien des Pariser Übereinkommens (CMA 1). Darüber hinaus trafen sich die Unterorgane für wissenschaftliche und technologische Beratung (SBSTA 45) und für Umsetzung (SBI 45), und die Ad-hoc-Arbeitsgruppe zum Pariser Übereinkommen setzte ihre 1. Sitzung fort (APA 1.2). Den Vorsitz der COP/CMP/CMA hatte der marokkanische Außenminister Salaheddine Mezouar inne.

Die Klimakonferenz zählte nahezu 26.000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, darunter fast 18.000 Regierungsvertreter, 6.500 Vertreterinnen von UN-Organisationen beziehungsweise UN-Agenturen und Nichtregierungsorganisationen sowie rund 1.500 Medienvertreter.

Auf Grund des anhaltenden politischen Momentums nach Paris war die Stimmung unter den Delegierten ergebnisorientiert und aus österreichischer Sicht erfolgreich, da die notwendigen Weichen für weitere Verhandlungen zu den Umsetzungsbeschlüssen gestellt wurden. Die Vertragsparteien verabschiedeten insgesamt 35 Beschlüsse: 25 im Rahmen der COP, acht im Rahmen der CMP und zwei im Rahmen der CMA, die unter anderem Folgendes enthalten:

  • Annahme des „Marrakesch-Aktionsproklamation für unser Klima und nachhaltige Entwicklung“ der COP-Präsidentschaft.
  • Leitlinien für den Abschluss des Arbeitsprogramms im Rahmen des Pariser Abkommens.
  • Entscheidung, dass der Anpassungsfonds dem Pariser Abkommen dienen sollte.
  • Vorbereitungen für das Inkrafttreten des Pariser Abkommens und die weitere Arbeit der CMA.
  • Annahme des Mandats für das Pariser Komitee für Kapazitätsaufbau (PCCB).
  • Genehmigung des Fünfjahresplans des Executive Committee (ExCom) zum Warschauer Internationalen Mechanismus (WIM) zur Behebung von Verlusten und Schäden im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Klimawandels.
  • Abschluss des ersten Reviews und weitere Leitlinien für die Überprüfung des WIM.
  • Verbesserungen bei Entwicklung und Transfer von Technologien durch den Technologiemechanismus.
  • Langfristige Klimafinanzierung.
  • Leitlinien für den Green Climate Fund (GCF) und die Globale Umweltfazilität (GEF).
  • Verfahren zur Berichtslegung gemäß Artikel 9.5 des Pariser Übereinkommens (zweijährliche Informationen zur Klimafinanzierung durch die entwickelten Länder).
  • Fortsetzung und Verbesserung des Lima-Arbeitsprogramms für Gender-Fragen.
  • Verbesserung der Wirksamkeit des Doha-Arbeitsprogramms gemäß Artikel 6 des Übereinkommens (Bildung, Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit).
  • Verabschiedung der Regeln für die dritte Überprüfung des Anpassungsfonds.
  • Revidierter Anteil von Beiträgen zum Treuhandfonds für das Kernbudget der UNFCCC in den Jahren 2016-2017.