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Jahresrückblick 2019

Mehr als 600 Millionen Euro Investitionen für Umwelt- und Klimaschutz in Österreich ausgelöst! Die Umweltförderung im Inland leistet durch ihre zahlreichen betrieblichen Projekte einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Klima- und Energieziele.

Grünland
Mostviertel, Foto: BMLRT / Alexander Haiden

Im Fokus der Umweltförderung im Inland steht seit Jahren die Zielsetzung, einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der nationalen Klimaziele zu leisten. In diesem Sinne bietet sie Umsetzungsanreize für die Umstellung auf erneuerbare Energieträger, die Steigerung der Energieeffizienz, Mobilitätsmaßnahmen, aber auch für Demonstrationsprojekte.

Insgesamt wurden im Jahr 2019 Umweltförderungen in Höhe von über 71 Millionen Euro an Bundesmitteln für 6.101 Projekte im Inland zugesichert. Durch die geförderten Projekte werden Investitionen von über 609 Millionen Euro ausgelöst. 3,9 Millionen Tonnen vermiedene CO2-Emissionen auf die Nutzungsdauer der Maßnahmen und die Schaffung von rund 4.800 Arbeitsplätzen sind eine tolle Erfolgsbilanz für die Umweltförderung in Österreich. 

Förderung für 232 Projekte in der vierten und letzten Kommissionssitzung beschlossen

In der 140. Kommissionssitzung der Umweltförderung am 11. Dezember 2019 wurden 232 Projekte mit einem umweltrelevanten Investitionsvolumen von 101 Millionen Euro und einem Förderungs­barwert von rund 14,3 Millionen Euro genehmigt. Durch diese Projekte können rund 66.000 Tonnen CO2 und rund 121 Gigawattstunden (GWh) Energie pro Jahr eingespart werden. Der Großteil der Projekte stammt aus dem Bereich der effizienten Energienutzung.

Ein innovatives Projekt in Vorarlberg steht als Musterbeispiel für die erfolgreiche Bilanz:

Zero Dust Technology – ein Demonstrationsprojekt der Biomasse Fernwärme Sulzberg

Die Biomasse Fernwärme Sulzberg regGenmbH betreibt in Sulzberg in Vorarlberg ein Biomasse­fernheizwerk, das aufgrund der eingesetzten neuartigen Technologie eine Förderung als Demonstrationsprojekt erhält. Im Fernheizwerk werden zukünftig zwei Zero-Dust-Demonstrationsanlagen ersetzt. Diese gewährleisten aufgrund einer neuartigen Feuerungstechnologie eine noch emissionsärmere und effizientere Verbrennung der eingesetzten Biomasse. Bei diesem neu­artigen Anlagendesign betragen die garantierten Emissionswerte für Staub 20 Milli­gramm pro Normkubikmeter  (mg/Nm3), was deutlich unter den gesetzlich geforderten Emissions­grenz­werten von 50 mg/Nm3 liegt. Durch den höheren Wirkungsgrad kann außerdem rund 240 Megawattstunden (MWh) Biomassebrennstoff pro Jahr im Vergleich zu einer herkömmlichen Anlage eingespart werden, wodurch der positive Umwelteffekt dieser Maßnahme noch zusätzlich gesteigert wird.

Die Betriebliche Umweltförderung schafft seit 1993 wichtige Anreize für Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz in Österreich. Durch laufende Anpassungen an technologische Ent­wicklungen wird Unternehmen damit ein attraktives und modernes Förderungsinstrument ange­boten. Schlussendlich ist es der ausgewogene Mix an effizienten Förder­ungs­instrumenten und einer klar formulierten Mission, die ideale Voraussetzungen schaffen, um die gesetzten Klimaziele zu erreichen.

Umweltförderung