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Was kann jede Einzelne/jeder Einzelne tun?

Es ist ganz einfach, auf gewisse Plastikprodukte, insbesondere Einwegprodukte, zu verzichten. Jede und jeder von uns kann dadurch einen wertvollen Beitrag zu einer sauberen Umwelt leisten.

Eine Frau kauft am Markt ein.
Ressourceneffizient einkaufen Foto: BMLRT / Christopher Fuchs

Kunststoff (umgangssprachlich „Plastik“) begleitet uns im Alltag überall. Sichtbar ist es in alltäglichen Gegenständen wie Elektro- und Elektronikgeräten, Fahrzeugen, Küchengeräten, etc. oder in Form von Verpackungen. Unsichtbar (Mikroplastik) kommt es zum Beispiel in Zahnpasten, Duschgels oder Reinigungsmitteln vor. Auch durch die Nutzung bestimmter Dinge entsteht Mikroplastik, zum Beispiel durch den Reifenabrieb beim Autofahren oder durch das Waschen von Kleidungstücken aus Kunstfasern, wie Fleecejacken oder Funktionswäsche.

Alternativen suchen

In manchen Bereichen, wie zum Beispiel in der Medizin, wäre unser hoher Fortschritt ohne den Einsatz von Kunststoff nicht zu erreichen gewesen. Dort aber, wo es eine Alternative gibt, sollten wir Plastik möglichst vermeiden. Eine einfache und nachhaltige Alternative ist der Griff zu Mehrweg-Verpackungen:

  • Getränke in Mehrwegglasflaschen oder besser noch Leitungswasser trinken
  • mehrfach verwendbare Einkaufstaschen oder Einkaufskörbe
  • Einkaufs-Trolleys (für schwerere Sachen)
  • mehrfach verwendbare Obst/Gemüsenetze (gibt es schon im Handel)
  • nachfüllbare Behältnisse von Reinigungs- bzw. Putzmitteln etc.

Weitere Möglichkeiten

  • Einkauf in Läden statt Online-Bestellungen
  • Kosmetik- und Reinigungsmittel ohne Mikroplastik (jene Mittel, die mit dem österreichischen, deutschen oder europäischen Umweltzeichen ausgezeichnet sind, sind jedenfalls frei von Mikroplastik)
  • Feuchttücher ohne Kunststoffanteil
  • Vorratsbehälter aus Glas für Lebensmittel
  • Kochlöffel und anderes Kochbesteck aus Holz
  • Spielzeug aus Holz oder Karton
  • Kaffeegenuss zu Hause oder im Kaffeehaus statt Coffee-to-go oder Coffee-to-go mit einem Mehrwegbecher
  • Naturfaserkleidung bevorzugen
  • Kinderkleidung, Spielsachen weitergeben (zum Beispiel über Tauschbörsen)
  • Sportgeräte, insbesondere für Kinder, ausleihen anstelle zu kaufen.

Auch die längere Verwendung von Gegenständen mit Kunststoffanteilen führt zu einer Reduktion der Kunststoffabfälle. Es gibt viel mehr Möglichkeiten, Plastikabfälle zu reduzieren, als wir denken. Auch hier gilt: jeder einzelne Schritt zählt!

Wohin mit Plastikabfällen?

Plastikabfälle jeglicher Art keinesfalls in der freien Natur oder in Gewässern entsorgen! In der Fachsprache wird das „Littering“ genannt. Nicht richtig entsorgt, verursachen Plastikabfälle enorme und nachhaltige Schäden an der Umwelt, an Tieren und letztlich auch am Menschen.

In Österreich gibt es ein flächendeckendes und dichtes Sammelsystem für Plastikabfälle, weltweit betrachtet ist dies keine Selbstverständlichkeit. Plastikflaschen und Plastikverpackungen gehören in die gelbe Tonne oder in den gelben Sack. Da die Kunststoffsammlung in Österreich regional unterschiedlich gehandhabt wird, fragen Sie bitte bei Ihrer Gemeinde oder Ihrem Abfallverband nach wie bei Ihnen gesammelt wird.