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Loosdorf, Mödling, Oberwaltersdorf, Sankt Pölten, Schrems und Sitzenberg-Reidling

Loosdorf

Mehr als 70 Hektar Flusswildnis an der Pielach zwischen Spielberg und der Lochau bei Sitzenthal sind als Naturschutzgebiet streng geschützt. Huchen und Nasen, Biber, Fischotter, Eisvogel, Flussuferläufer und viele andere bedrohte Tierarten leben in den naturnahen Gewässerlebensräumen. Dabei war die Ofenloch-Neubacher Au ein „historisches Versehen": Noch vor dem 1. Weltkrieg war mit der Regulierung der Pielach begonnen worden, aber nach dem Krieg wurde vergessen, sie fortzusetzen. So konnte der Fluss seine Dynamik durch die abgelösten bzw. durch die großteils ins Öffentliche Wassergut übernommenen Grundflächen behalten. Seit 2007 gibt es das Weideprojekt mit den Konikpferden, um die abwechslungsreiche Aulandschaft zu erhalten. Die Konikpferde sind Nachfahren der bereits ausgestorbenen europäischen Wildpferde (Tarpan). Durch die Robustheit ist eine ganzjährige Freilandhaltung unproblematisch.

Mödling

Mödling ist Modellgemeinde im Kampf gegen den Artenverlust. Österreich und die anderen EU-Staaten haben sich dazu bekannt, den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen.

Auch die Stadt Mödling ist seit vergangenem Jahr Teil des Artenschutz-Netzwerkes und bringt dort ihre vielfältigen Projekte und Erfahrungen mit Naturschutz ein.
Eine große Bedeutung kommt dabei auch den Vereinen und Gemeinden zu, die auf regionaler Ebene zur Bewusstseinsbildung beitragen aber auch viele konkrete Maßnahmen umsetzen können. "Mödling kann mit Recht stolz auf seine Leistungen für Natur und Umwelt sein und ist eine österreichweite Modellstadt", erklärte Dr. Gerhard Heilingbrunner anlässlich einer Pressekonferenz in Mödling am 22. Februar 2010.

So ist die Pflege des Naturschutzgebietes Eichkogel, die Renaturierung des Mödlingbaches und das erst jüngst gestartete Projekt zum Schutz des Mödlinger Stadtwaldes bezeichnete Heilingbrunner als "Leuchtturmprojekte" im Dienste des Artenschutzes.

Neben den großen Vorhaben stehen in Mödling aber auch viele kleine Projekte auf der Tagesordnung. "Mit unseren Baumpartnerschaften für Privatgärten aber auch mit dem naturnahen Bepflanzungskonzept für unsere öffentlichen Beete und Grünflächen wollen wir in Mödling neue und innovative Wege einschlagen", erklärt GR Leopold Lindebner, der in Mödling bereits zahlreiche Umweltprojekte initiiert hat.

"Wir Mödlingerinnen und Mödlinger sind sehr eng mit unserem Naturraum verbunden. Sowohl die Stadt als auch die vielen Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer sowie zahlreiche Vereine und Initiativen sind sich ihrer Verantwortung für die Umwelt sehr bewusst", betont auch Bürgermeister LAbg. Hans Stefan Hintner in Bezug auf den hohen Stellenwert der Mödlinger Naturräume.

Mödling

Oberwaltersdorf

In Oberwaltersdorf findet Natur- und Artenschutz an verschiedenen Orten statt, unter anderem im Hochmoor.Oberwaltersdorf hat eine sehr aktive Berg- und Naturwacht, die sich seit Jahren für den Artenschutz einsetzt. Die Gemeinde ist "Natura 2000-Gebiet", weiters gibt es ein Hochmoor mit einem sehr seltenen Vogel, dem Triel.

Auch im Bereich Lichtverschmutzung ist die Gemeinde aktiv; bereits seit einigen Jahren wird die Straßenbeleuchtung sukzessive modernisiert. Die Lampen werden auf LED umgestellt. Die Ausleuchtung ist dabei um einiges besser, außerdem ist das Einsparpotential enorm, es liegt zwischen 40 und 80 Prozent. Die Gemeinde geht davon aus, dass sich die Lampen innerhalt von sechs Jahren amortisieren werden.

Sankt Pölten

Die Landeshauptstadt von Niederösterreich setzt sich für den Erhalt der Artenvielfalt ein.

Neues aus unseren vielfaltleben Partnergemeinden – diesmal St.Pölten.

Schrems

Die Auszeichnung „Naturpark des Jahres 2016“ hat heuer der Naturpark „Hochmoor Schrems“ im nordwestlichen Waldviertel bekommen. Dieser ist Teil des Moorkomplexes „Waldviertler Teich-, Moor- und Flusslandschaft“ und hat eine Größe von 300 Hektar. Aus einem ehemaligen Torfstich ist hier eine Schutzzone geworden, in der sich dieser einzigartige, stark gefährdete Lebensraum wieder regenerieren kann. Im Informationszentrum „Unterwasserreich“ können sich die Besucher über die Spezialisten und Hungerkünstler, die das Moor bewohnen, informieren. Hier erfährt man auch alles über die Bedeutung von Mooren als Kohlenstoff- und Wasserspeicher sowie die damit zusammenhängenden Einflüsse auf das Klima. Damit wird in der Stadtgemeinde Schrems ein wichtiger Beitrag zum höchst notwendigen Schutz der Moore geleistet.

Sitzenberg-Reidling

Im April 2016 hat der Gemeinderat beschlossen, die Pflege des öffentlichen Grüns nach „Natur im Garten“-Kriterien durchzuführen und auf Pestizide zu verzichten. Die naturnahe Gestaltung wird seit einigen Jahren angewandt und nun erweitert. Denn Pflanzenvielfalt schafft Lebensräume für viele Tierarten, die Vielfalt in der Tierwelt hält Schädlinge in Schach, so dass weniger Pflegeaufwand zur Bekämpfung anfällt. Als erstes Projekt wurde die „Naschzeile“ umgesetzt und 56 Betontröge neu bepflanzt. Obstvielfalt steht hier im Vordergrund. So wurden neben altbekannten Obstarten wie Ribisel, Kriecherl, Apfel, Kirsche auch „neue“ Obstarten wie Pawpaw, Kiwi, Kaki, Nashibirne in die Tröge eingesetzt. Um den Pflegeaufwand gering zu halten, wurden verschiedene Sorten von Erdbeeren, Zuckermelonen, Erdkirschen und Kiwano als Unterpflanzung verwendet. Die Naschzeile wird auto-matisch bewässert und von acht Freiwilligen gepflegt.