Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Erfahren Sie mehr

Erste Sitzung des Entsorgungsbeirats Ministerin Leonore Gewessler eröffnet erstes virtuelles Zusammentreffen des Entsorgungsbeirats

Am 23. März 2021 ist der Österreichische Beirat für die Entsorgung radioaktiver Abfälle zum ersten Mal zusammengetreten, nachdem er mit Beschluss der Bundesregierung am 10. März 2021 eingerichtet wurde.

Der Entsorgungsbeirat soll in den kommenden drei Jahren offene Fragen rund um die sichere Entsorgung des in Österreich anfallenden radioaktiven Abfalls erarbeiten. Damit stellt Österreich einmal mehr den verantwortungsvollen Umgang mit der Atomkraft unter Beweis.

„Wir haben in Österreich vor über 40 Jahren eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen – und beschlossen wir wollen kein Atomkraftwerk in unserem Land. So sind uns die zahlreichen Probleme mit der Lagerung hochradioaktiver Abfälle erspart geblieben. Heute übernehmen wir Verantwortung für die österreichischen radioaktiven Abfälle aus Medizin, Industrie und Forschung. Der Nationale Entsorgungsbereit wird in den nächsten drei Jahren wissenschaftlich fundierte Vorschläge für diese Entsorgung erarbeiten. Ich bedanke mich bereits heute bei allen Mitgliedern für ihr Engagement und die Arbeit, die sie dabei leisten werden“, so die Ministerin im Rahmen der Eröffnung.

Der Österreichische Beirat für die Entsorgung radioaktiver Abfälle besteht aus 20 Mitgliedern und einer Vorsitzenden. Dazu gehören Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (7), Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft (3) sowie von Bund (6) und der Länder (4). Er soll in den kommenden Jahren konkrete Schritte für einen weiteren Umgang mit den radioaktiven Abfällen erarbeiten. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die wissenschaftliche Basis und umfassende Transparenz gelegt.

Österreich ist ein Land der Spitzenmedizin, innovativer Produktentwicklung und international anerkannter Forschung. Hier fallen natürlich immer wieder schwach- und mittel-radioaktive Abfallstoffe an. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Komponenten von wissenschaftlichen Kleinreaktoren oder Arbeitshandschuhe von medizinischen Fachkräften. Diese Materialen werden aktuell fachgerecht in Seibersdorf zwischengelagert. Bis 2045 ist Zeit, die Lagerung langfristig unter Dach und Fach zu bringen. Dieser Prozess startet nun mit dem Österreichischen Entsorgungsbeirat.

Tipp

Weitere Informationen zu Aufgaben, Organisation und Zusammensetzung finden Sie unter entsorgungsbeirat.gv.at.