Generalsanierungen und thermischen Sanierungen

Im Zuge von Generalsanierungen lassen sich bauliche Radonschutzmaßnahmen einfach und kostengünstig berücksichtigen. Fachleute für baulichen Radonschutz beraten bei Planung und Umsetzung.

Generalsanierungen

Generalsanierungen bieten eine gute Gelegenheit um die Radonkonzentration in Innenräumen kostengünstig zu senken. Daher ist es besonders wichtig, vor einer Generalsanierung eine Radonmessung durchzuführen.

Im Falle einer erhöhten Radonkonzentration planen Sie Radonschutzmaßnahmen laut ÖNORM S 5280-2 „Radon – Technische Vorsorgemaßnahmen bei Gebäuden“.

Auswirkungen von thermischen Sanierungen

Thermische Sanierungen verändern die Dichtheit der Gebäudehülle (zum Beispiel durch den Einbau dichter Fenster und Außentüren oder durch Dampfsperren im Dachbereich). Dadurch werden die Druckverhältnisse und die Luftaustauschrate verändert und somit die Radoneintrittsrate beeinflusst.

Es ist wichtig, mögliche Auswirkungen auf die zukünftige Radonsituation im Gebäude bereits in der Planungsphase zu berücksichtigen.

Wird die thermische Isolierung an der Fassade nicht fachgerecht ausgeführt, kann radonhaltige Bodenluft über Hohlräume zwischen Isolierung und Mauer aufsteigen. Über undichte Stellen in der Gebäudehülle kann Radon in Wohnräume gelangen. Diese Effekte können zu einer deutlichen Erhöhung der Radonkonzentration in Innenräumen führen.

Einflussfaktoren auf die Radonkonzentration in Gebäuden

Hinweise zum Radonschutz bei Sanierungen

In Abstimmung mit Bauunternehmen und Fachleuten für baulichen Radonschutz sollen folgende Hinweise bei einer Sanierung beachtet werden:

  • Im Zuge von Umbauarbeiten an Böden oder Wänden (besonders von erdberührten Aufenthaltsräumen) lassen sich Radonschutzmaßnahmen kostengünstig umsetzen. Vorsorgemaßnahmen sind meist effektiver und günstiger als Maßnahmen im Nachhinein. Weitere Informationen finden Sie unter Sanierungsmaßnahmen bei bestehenden Gebäuden.
  • Das Aufsteigen von radonhaltiger Bodenluft über Hohlräume zwischen Isolierung und Außenwand muss verhindert werden. Dies gilt ebenso für das Eindringen von Bodenluft in das Gebäudeinnere über undichte Stellen im Mauerwerk.
  • Das Unterbinden der Luftströmung vom Keller in die Wohnräume durch Abdichtung wirkt sich sowohl auf den Wärmehaushalt als auch auf den Radonschutz positiv aus. Das kann beispielsweise durch dichte Türen zwischen Keller und Wohnraum erreicht werden.
  • Der Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung ist im Hinblick auf Radon eine vorteilhafte Maßnahme. Es ist zu gewährleisten und regelmäßig zu überprüfen, dass im Gebäude kein Unterdruck entsteht.
  • Bei Einbau einer Einzelfeuerungsanlage (zum Beispiel Kachelofen, Küchenherd oder Kamin) ist auf eine ausreichende Außenluftzufuhr zu achten. Eine direkte Außenluftzufuhr ist dabei zu bevorzugen.