Radonmessung im Privathaushalt

Klarheit schafft nur eine Messung der Radonkonzentration in der Raumluft Ihres Hauses. Kein Haus gleicht dem anderen, denn die Radonkonzentration ist von verschiedenen Faktoren abhängig: der geologischen Beschaffenheit des Bodens, der Bauweise des Gebäudes und dem Lüftungsverhalten der Bewohner. Kein Haus gleicht dem anderem. Um die Radonkonzentration zu bestimmen, müssen Sie eine Langzeitmessung durchführen.

Von 2014 bis Anfang Juni 2020 lief eine Kampagne zur Erhebung der Radonkonzentration in Gebäuden in Österreich. Dabei übernahm das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie die Kosten. Da die Kampagne abgeschlossen ist, können derzeit keine kostenlosen Radonmessungen angefordert werden.

Sollten Sie sich für die letzte Messkampagne mit Beginn Sommer 2020 angemeldet haben, wenden Sie sich bitte bei weiteren Fragen an die Fachstelle für Radon der AGES.

Eine Langzeitmessung dauert ungefähr sechs Monate. Damit werden tageszeitliche und jahreszeitliche Schwankungen der Radonkonzentration im Haus erfasst. Mehr als die Hälfte des Messzeitraums soll in die Heizperiode fallen.

Die Messung erfolgt mit zwei Radondetektoren in den beiden meist genutzten Wohnräumen auf. Die Messgeräte müssen für den gesamten Messzeitraum im gleichen Raum stehen bleiben. Die Wohnräume sollen aber ganz normal genutzt werden.

Nein, der Radondetektor muss nicht eingeschaltet werden. Nehmen Sie den Radondetektor einfach aus der Verpackung heraus. Der Radondetektor beginnt ab diesem Zeitpunkt zu messen.

Nein, Radondetektoren sind nicht gefährlich, verursachen keine Geräusche und strahlen nicht. Sie sind etwa so groß wie Filmdosen, bestehen aus Kunststoff und benötigen keine Stromversorgung.

Die zwei Radondetektoren werden in den beiden meist genutzten Wohnräumen aufgestellt, da die Radonkonzentration dort bestimmt werden soll, wo Sie sich am meisten aufhalten. Meist sind dies Wohnzimmer, Kinderzimmer, Schlafzimmer oder Küche.

Nein, eine Radonmessung in unbewohnten Kellerräumen ist nicht sinnvoll. Die Radonkonzentration soll unbedingt in den beiden Wohnräumen gemessen werden, in denen Sie die meiste Zeit verbringen. Hinweis: Befindet sich jedoch einer der beiden meist genutzten Wohnräume im Keller, beispielsweise ein Kinderzimmer, kann die Messung dort stattfinden.

Radondetektoren sollen außerhalb der Reichweite von Kindern und Tieren aufgestellt werden. Grundsätzlich soll für die Detektoren ein freier Platz gewählt werden, der:

  1. nicht direkt neben einem Fenster oder einer Tür liegt (Zugluft vermeiden),
  2. nicht erwärmt wird (durch Sonneneinstrahlung oder Heizung),
  3. mindestens 10 cm von Wand und Boden entfernt liegt.

Bitte beachten Sie, dass die Detektoren den ganzen Messzeitraum über im selben Raum bleiben müssen.

Um die gemessene Radonkonzentration mit dem Referenzwert vergleichen zu können, sind Langzeitmessungen erforderlich. Eine Langzeitmessung dauert ungefähr sechs Monate, damit tageszeitliche und jahreszeitliche Schwankungen der Radonkonzentration im Haus erfasst werden.