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Radonmessung in Gebäuden

Die Radonkonzentration in Gebäuden kann stark schwanken. Nur eine Radonmessung gibt Gewissheit über die tatsächliche Radonbelastung einer Wohnung. Die Messung der Radonkonzentration in Innenräumen ist mit einfachen Messgeräten durchzuführen.

Schwankungen der Radonkonzentration in Wohngebäuden

Die Radonkonzentration in einem Gebäude ist hauptsächlich von der Bauweise und dem Verhalten der Nutzerinnen, Nutzer, Bewohnerinnen und Bewohner abhängig. Faktoren wie Fundamentausführung, Unterkellerung, Gebäudedichtheit und Lüftungsgewohnheiten beeinflussen die Radonkonzentration. Deshalb weisen benachbarte Wohnhäuser oft sehr unterschiedliche Radonkonzentrationen auf.

Bei der Radonkonzentration treten zudem starke zeitliche und räumliche Schwankungen auf. Tageszeitliche und jahreszeitliche Schwankungen entstehen durch große Temperaturdifferenzen zwischen Raum- und Außenluft (Kamineffekt). Diese Schwankungen werden durch das Wohnverhalten (Lüften und Heizen) verstärkt. Zusätzlich sorgen Unterschiede bei der Raumnutzung, der Verteilung von Radoneintrittsstellen und dem Luftaustausch für verschieden hohe Radonkonzentrationen in Räumen. In der Regel nimmt die Radonkonzentration in höheren Stockwerken ab.

Langzeitmessungen für Referenzwertvergleiche

Für einen Vergleich der gemessenen Radonkonzentration mit dem Referenzwert werden Langzeitmessungen benötigt. Diese dauern 6 Monate. Damit werden tageszeitliche und jahreszeitliche Schwankungen abgedeckt. Mehr als die Hälfte des Messzeitraums muss in die Heizperiode fallen.

Die Messung erfolgt durch das Aufstellen von Detektoren in den beiden meisten genutzten Wohnräumen, üblicherweise Wohn-, Schlaf- oder Kinderzimmer. Die Messgeräte werden von einer Messstelle zugesandt und sind nach Messende zur Auswertung zurück zu senden.

In nicht oder nur wenig genutzten Wohnungen (zum Beispiel in Wochenendhäusern) ist eine Radonmessung für einen Referenzwertvergleich nicht zulässig.

Detaillierte Angaben zu geeigneten Radonmessverfahren enthält die ÖNORM S 5280-1 "Radon – Messverfahren und deren Anwendungsbereiche" (derzeit in Überarbeitung).

Radonkonzentration

Die Radonkonzentration wird in Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³) gemessen. Die Einheit beschreibt die mittlere Anzahl an Atomkernen, die in einer Sekunde zerfallen. Eine Radonkonzentration von 300 Bq/m³ bedeutet, dass in einem Kubikmeter Luft pro Sekunde 300 Radonatomkerne zerfallen und dabei Strahlung aussenden.

Der Referenzwert für die Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen beträgt 300 Bq/m³ im Jahresmittel.

Hinweis:

Von 2014 bis Anfang Juni 2020 lief eine Kampagne zur Erhebung der Radonkonzentration in Gebäuden in Österreich. Dabei übernahm das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie die Kosten. Dadurch konnten Privatpersonen an ihrem Hauptwohnsitz die Radonkonzentration messen lassen, ohne dass Kosten für sie entstanden. Die Daten flossen in die Ausweisung von Radonschutz- und Radonvorsorgegebieten im Rahmen der Neufassung des Strahlenschutzrechts ein.

Fachstelle für Radon

Weitere Informationen erhalten Sie auf dieser Website unter anderem bei Fragen und Antworten zu Radon oder bei den Expertinnen und Experten der Fachstelle für Radon.

E-Mail: radonfachstelle@ages.at

Radon-Infoline: +43 (0) 50 555 41 800 jeden Mittwoch, 11:00–14:00 Uhr