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Referenzwerte Begrenzung des Radonrisikos

In Österreich besteht keine gesetzliche Regelung hinsichtlich der Radonkonzentration in Wohnungen, das heißt es gibt keine Grenzwerte, die eingehalten werden müssen. Laut der Strahlenschutzgrundnormen-Richtlinie (RL 2013/59/Euratom) der Europäischen Union (EU) soll ein Referenzwert von 300 Bequerel pro Kubikmeter (Bq/m³) nicht überschritten werden. Es wird empfohlen

  • dass ab einer mittleren Radonkonzentration von 300 Bq/m³, Sanierungsmaßnahmen in bestehenden Gebäuden dringend durchgeführt werden sollen und,
  • dass bei Neubauten eine mittlere Radonkonzentration von 300 Bq/m³ deutlich unterschritten wird.

Man schätzt, dass österreichweit etwa 10 Prozent aller Wohnungen Radonkonzentrationen von über 300 Bq/m³ aufweisen.

Messung von Radon und nicht der Folgeprodukte

Warum wird die Radonkonzentration und nicht die Konzentration der Folgeprodukte bestimmt? Nicht das Radon selbst, sondern die Radonfolgeprodukte sind eigentlich für die Strahlenbelastung verantwortlich. Der Grund ist, dass die Messung von Radon leichter durchgeführt werden kann, insbesondere im Fall von Langzeitmessungen. Die Messung der Radonkonzentration liefert eine gleich gute Information über die Strahlendosis. Dies gilt insbesondere für Messungen über längere Zeiträume und für Räume, in denen aufgrund ihrer Nutzung keine außergewöhnlichen Aerosolkonzentrationen auftreten. Nur in Spezialfällen (zum Beispiel in Bergwerken) kann es notwendig sein, auch die Konzentration an Radonfolgeprodukten zu messen.

Richtlinie 2013/59/EURATOM

Fachstelle für Radon

Weitere Informationen erhalten Sie auf dieser Website unter anderem bei Fragen und Antworten zu Radon oder bei den Expertinnen und Experten der Fachstelle für Radon.

E-Mail: radonfachstelle@ages.at

Radon-Infoline: +43 (0) 50 555 41 800 jeden Mittwoch, 11:00–14:00 Uhr