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Welche Maßnahmen setzt das Bundesministerium im Bereich des automatisierten Fahrens?

Um den Aufbau der System- und gebündelten Technologiekompetenz sicherzustellen, wurde auf Basis des Aktionsplans „Automatisiert-Vernetzt-Mobil“ im Frühjahr 2016 vom Bundesministerium die Initiative „Automatisiertes Fahren“ gestartet. Diese Initiative ist programmübergreifend ausgerichtet und beinhaltet inhaltlich abgestimmte Themenschwerpunkte in den Programmen:

  • „Mobilität der Zukunft“
  • „IKT der Zukunft“
  • „KIRAS – Sicherheitsforschung“

Das Bundesministerium stellt für diese Initiative bis 2018 rund 20 Millionen Euro zur Verfügung, um eine gute Basis für die Entwicklung von automatisiertem Fahren in Österreich zu schaffen. Diese sollen investiert werden in:

  • den Aufbau von integrierten Forschungs-/Entwicklungs-/Testumgebungen sowie Leitprojekten
  • F&E-Projekte in interagierenden Forschungsbereichen
  • Wirkungsanalysen zu Wirkungen des automatisierten Fahrens auf Systemeffekte
  • sicherheitskritische Forschungsaktivitäten
  • Stiftungsprofessur für den Aufbau von wissenschaftlicher Kompetenz im Bereich der Automatisierung und Digitalisierung

In diesem Kontext hat das Bundesministerium gemeinsam mit 140 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Hand einen Aktionsplan erarbeitet, welcher der heimischen forschenden Industrie ermöglicht, neue Technologien unter realen Bedingungen zu testen und weiterzuentwickeln. Im Rahmen dieses Aktionsplans wurden neun Maßnahmen entwickelt, welche in den kommenden Jahren, bzw. aktuell umgesetzt werden und involvieren Infrastrukturbetreiber, Städte, Gemeinden und Politik genauso wie die Industrie und Forschungseinrichtungen. Diese Maßnahmen beinhalten folgende Punkte:

  • Kontaktstelle zum automatisierten Fahren einrichten (bereits umgesetzt)
  • Novellierung des Kraftfahrgesetzes und Erstellung einer Verordnung zum automatisierten Fahren „AutomFahrV“, um Testfahrten zu ermöglichen (bereits umgesetzt, laufender Prozess)
  • Code of Practice erarbeiten (bereits umgesetzt)
  • Vorstudien zu Testumgebungen initiieren (bereits umgesetzt)
  • Testumgebungen aufbauen (Testumgebungen im Fokus der PKWs in der Steiermark sowie mit Fokus auf Güterverkehr und Logistik in Oberösterreich im Aufbau)
  • Technologieportfolio entwickeln (laufend)
  • Digitale Infrastruktur aufbauen (laufend)
  • Wissenschaftliche Kompetenz erweitern (Start des Aufbaus einer Stiftungsprofessur für Digitalisierung und Automatisierung)

Zusätzlich wurde ein interdisziplinärer ExpertInnenrat mit beratender Funktion an das Bundesministerium ernannt, sowie eine Stabstelle zur Koordination und strategischen Planung des automatisierten Fahrens im Generalsekretariat des Bundesministeriums verankert.

Abseits von nationalen Aktivitäten ist das Bundesministerium auch in zahlreichen internationalen Gremien vertreten, um an Harmonisierungsprozessen teilzunehmen. Durch ein enges Zusammenwirken mit den europäischen Förderinstrumenten in Forschung und Entwicklung wie zum Beispiel Horizon 2020 und ECSEL und die strategische Orientierung durch die international abgestimmten Roadmaps in Europäischen Technologieplattformen wie zum Beispiel ERTRAC und EPoSS sollen Synergien optimal genutzt werden und die System-/Technologiekompetenz ausgebaut und damit der Wirtschafts- und Innovationsstandort Österreich gestärkt werden.