Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Erfahren Sie mehr

Alps Mobility

Inhaltliche Schwerpunkte des Projekts waren die Einrichtung der Mobilitätszentrale Pongau im Bahnhof Bischofshofen und die Entwicklung eines Fahrplanauskunftssystems.

Logo: Alps Mobility

Das Projekt Alps Mobility baute auf den Zielen des Modellvorhabens „Sanfte Mobilität – autofreier Tourismus“ auf, die gut mit den Zielen des Alpenraumprogramms des Europäischen Regionalfonds (EFRE) übereinstimmten. Dadurch wurde eine erfolgreiche Projekteinreichung erleichtert. Die österreichischen Projektpartner waren dieselben wie im Modellvorhaben „sanfte Mobilität - autofreier Tourismus“, außerdem konnte im Rahmen des Projekts eine sehr gute Zusammenarbeit mit Partnern aus italienischen und bayrischen Alpenregionen aufgebaut werden.

Foto der Mobilitätszentrale Pongau
Mobilitätszentrale im Bahnhof Bischofshofen Foto: Mobilitätszentrale Pongau

Mobilitätszentrale Pongau (Mobilito)

Im Rahmen des Projekts Alpsmobility konnte die Mobilitätszentrale Pongau „Mobilito“ mit Unterstützung von ÖBB und Postbus im Jahr 2001 eingerichtet werden.

Die Mobilitätszentrale erfüllt folgende Aufgaben:

  • Information zu allen Fragen des öffentlichen Verkehrs (persönlich, telefonisch und über Internet);
  • Verkauf von Fahrausweisen (auch von internationalen Bahnfahrkarten);
  • Mitwirkung bei der Planung und der Umsetzung des „Pongau Takts“ (Angebot des regionalen öffentlichen Verkehrs“) und beim Monitoring der von den Verkehrsunternehmen erbrachten Leistungen im Auftrag des Regionalverbandes der 25 Pongauer Gemeinden. Im Jahr 2018 werden Nah- und Regionalverkehrsdienstleistungen um rund 1,6 Millionen Euro bestellt, davon zahlen annähernd zwei Drittel die Gemeinden. Seit 2005 konnte die Fahrgastzahl im „Pongautakt“ um 51 % auf rund 5,6 Millionen Fahrgäste gesteigert werden.
  • Planungs- und Beratungsarbeiten auf Werkvertragsbasis (beispielsweise Verkehrsorganisation bei Großveranstaltungen, Entwicklung von Ausbildungsprogrammen zur „sanften Mobilität“ für Beschäftigte von Verkehrs- und Tourismusunternehmen (siehe auch Projekt „Alpine Awareness“) und
  • Verkauf von Zeitungen, Zeitschriften und kleinen Erfrischungen.

Die Mobilitätszentrale Pongau erfreut sich bei den Fahrgästen großer Beliebtheit, schon im ersten Geschäftsjahr konnte die Anzahl der verkauften Fahrkarten gegenüber der Personenkassa der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) um 37 % erhöht werden. Auch in jüngerer Zeit ist Mobilitätszentrale Pongau erfolgreich. Wurde im ersten Firmenjahr 2001 noch ein Umsatz von 107.300 Euro mit dem Verkauf von Bus- und Bahntickets erzielt, so konnte dieser bis Ende 2016 um 172 % gesteigert werden. Die positive Entwicklung des Fahrkartenverkaufs (im Jahr 2017 über 33.000 Tickets) unterstreicht, dass persönliche Beratung, jahrelange Erfahrung im Bahnbereich, freundliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht alleine durch technische Systeme und online-Shops ersetzt werden können. Mobilito setzt auf Weiterbildung, alle Mitarbeiter/innen nehmen im Durchschnitt einen Tag pro Monat an Schulungen teil.

Immer mehr Tourismusgemeinden in der Region messen dem Öffentlichen Verkehr einen hohen Stellenwert bei und die „sanfte Mobilität“ findet immer mehr Eingang in unterschiedliche Tourismuskonzepte. Sei es in Form von Wander- oder Bäderbussen, oder im Bereich der sanft-mobilen Urlaubsangebote. Daher hat sich die Kooperation mit dem Tourismus generell gut entwickelt, auch Orte außerhalb der Region arbeiten mit Mobilito als „Bahnreisebüro“ zusammen. Darüber hinaus gibt es eine enge Verbindung bzw. Zusammenarbeit mit der Kooperation „Perlen der Alpen“ (die beim Projekt Alpsmobility 2 – Perlen der Alpen näher beschrieben werden).

Die Mobilitätszentrale Pongau der 25 Gemeinden des Bezirks finanziert sich einerseits über Provisionen aus dem Verkauf von ÖBB-Leistungen (Zugtickets, Reservierungen, sonstige Buchungen), andererseits aber auch über externe Aufträge und Projekte. Die 25 Gemeinden im Regionalverband Pongau leisten mit einem jährlichen Gesellschafterzuschuss darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen Fortbestand der Mobilitätszentrale.

Im Jahr 2017 nutzen knapp 20.000 Kundinnen und Kunden die Dienstleistungen von Mobilito im Bahnhof Bischofshofen. Über 9 % der Kundeninnen und Kunden kamen aus dem Ausland. Der Tourismus hat eine erhebliche Bedeutung für Mobilito: Über 13 % der von der Mobilitätszentrale verkauften Fahrkarten haben einen Ziel- oder Quellbahnhof im Ausland.

Obwohl „Mobilito“ als Musterbeispiel einer regionalen Mobilitätszentrale gilt und neben dem Verkauf von Fahrkarten und Reisebedarf auch Planungs- und Beratungsaufgaben durchführt, zeigt die Praxis, wie auch bei ähnlichen Einrichtungen in ganz Europa, dass eine Mitfinanzierung durch öffentliche Stellen – im Pongau durch die 25 Gemeinden mit insgesamt fast 80.000 Einwohnerinnen und Einwohner - erforderlich ist, um die von Mobilito angebotenen Mobilitätsberatungs- Dienstleistungen anbieten zu können.

Datenquelle: Fact Sheet Mobilito 2018, weitere Information auf Mobilito - die Mobilitätszentrale in Salzburg

Fahrplan-Auskunftssystem

Das für das Land Salzburg im Rahmen von „Alps Mobility“ entwickelte Fahrplan-Auskunftssystem war eines der ersten in Österreich, das alle öffentlichen Verkehrsmittel mit von internationalen Bahnverbindungen bis zu lokalen Anrufsammeltaxis enthalten hat. Da auch die EDV-Abteilung der ÖBB Projektpartner war, hat das Salzburger Fahrplanauskunftssystem erheblich zur Weiterentwicklung des österreichweiten ÖBB-Internet-Fahrplanauskunftssystems („Scotty“) beigetragen.