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4. Tourismus-Mobilitätstag am 19. Oktober 2017, Werfenweng im Pongau

Am 19. Oktober 2017 luden das BMBWF, das BMK und das BMLRT gemeinsam mit dem Schweizer Bundesamt für Raumentwicklung zum ersten alpenweiten Tourismus-Mobilitätstag nach Werfenweng, Salzburg ein. Dieser Tourismus-Mobilitätstag wurde im Rahmen des Österreichischen Vorsitzes der Alpenkonvention und unter dem Dach des für 2017 von den Vereinten Nationen ausgerufenen Internationalen Jahres des "Nachhaltigen Tourismus für Entwicklung" veranstaltet.

Die aktuellen Trends zu kürzeren und häufigeren Urlaubsreisen, wie "Urlaub ohne Auto" und "Nutzen statt Besitzen", sowie der digitale Fortschritt bringen auch Veränderungen des Mobilitätsverhaltens der Gäste mit sich und die Auswirkungen machen sich in den Urlaubsregionen immer stärker bemerkbar. Um speziell alpine Tourismusdestinationen fit für die Bewältigung dieser Veränderungen zu machen, sind attraktive und innovative Mobilitätslösungen vor Ort sowie die Kooperation bei deren Umsetzung für den nachhaltigen Erfolg von zentraler Bedeutung. Über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sieben Alpenländern nutzten deshalb die Möglichkeit sich über nachhaltige Mobilitätslösungen in Tourismusdestinationen und die Herausforderungen veränderter Mobilitätsbedürfnisse im Alpenraum auszutauschen, Ideen zur regionalen Angebotsentwicklung zu sammeln und über mögliche grenzüberschreitende Kooperationen zu sprechen.

Nach einer Einführung in die "Touristische Mobilität von morgen" durch Professor Widar von Arx wurden am Vormittag in den zwei Panels "Im Portrait: nachhaltig mobile Tourismusgemeinden" und "Zug um Zug - Bahnreisen im Alpenraum" besonders gelungene Beispiele aus den Alpenländern zu nachhaltigen Mobilitätslösungen präsentiert und Fragen zur Bildung von Partnerschaften, Finanzierung und zu Erfahrungen beantwortet. Am Nachmittag standen Impulsreferate zu den strategischen Projekten "SchweizMobil - Netzwerk für Langsamverkehr" und "Mobilitätscoach Tirol" auf dem Programm, bevor im dritten Panel das Thema "Gästekarten machen mobil" diskutiert wurde.

Generell zeigte der Tourismus-Mobilitätstag 2017 positive Trends: Für die Gäste attraktive Alternativen zum Urlaub ohne eigenes Auto werden vermehrt und differenzierter angeboten, bei mehr als 40 Prozent Haushalten ohne eigenen Pkw in europäischen Großstädten (zum Beispiel Berlin und Wien) ist das kein Minderheitenprogramm mehr. Viele europäische Bahnunternehmen erkennen die Bedeutung des Tourismus als Markt und bieten mit Partnern (zum Teil eigene Reisebüros) attraktive Packages für Urlaubs- und Ausflugsreisen an. Markterfolge "sanft mobiler" Angebote zeigen, dass diese auch bei den Reisenden gefragt sind.

BMNT: Nachlese des Tourismusmobilitätstags