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Sanfte Mobilität

Fußgeherinnen und Fußgeher beim Überqueren des Zebrastreifens

Darunter werden die Fortbewegungsarten Radfahren und zu Fuß gehen verstanden. Als „sanft“ werden sie bezeichnet, weil sie nur sehr geringe negative externe Effekte und Begleiterscheinungen für Mitmenschen mit sich bringen. Sie werden viel mehr mit zahlreichen positiven Effekten für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen verbunden.

Radfahren im Alltag liegt in Österreich immer mehr im Trend, denn Radfahren macht Spaß, ist gesund, schont die Umwelt und schafft Green Jobs. Auf Kurzstrecken ist das Fahrrad das schnellste Verkehrsmittel; es verursacht keinen Verkehrslärm, keine Abgase, ist platzsparend und energieeffizient. Die Entwicklung der Elektro-Fahrräder ermöglicht neue Einsatzbereiche und einen erweiterten Aktionsradius beim Radfahren im Alltag.

Im Bereich des nicht motorisierten Verkehrs sind – ebenso wie im Bereich des motorisierten Individualverkehrs und des öffentlichen Verkehrs – prinzipiell zwei grundlegende Verkehrsarten voneinander zu unterscheiden:

Zweckmobilität

Zweckmobilität bedeutet, dass die Mobilität mit einem ganz bestimmten Zweck verbunden ist. Ein Weg wird nämlich zurückgelegt, um an ein Ziel zu gelangen. Die mobile Person wird versuchen, den Weg so rasch und günstig wie möglich hinter sich zu bringen. Charakteristische Wegzwecke dabei sind das Erreichen des Arbeitsplatzes oder der Weg zum Einkaufen. Das Fahrrad oder der Fußweg werden als Teil der täglichen Mobilitätskette betrachtet.

Erlebnismobilität

Davon zu unterscheiden ist die Erlebnismobilität, bei der weniger das Erreichen eines bestimmten Zielpunkts die Ursache für das Zurücklegen eines Weges ist, sondern viel mehr das Unterwegssein. Somit ist gewissermaßen der Weg das Ziel. Charakteristisch dafür sind Spaziergehen, Radausflüge oder Spazier- oder Ausflugsfahrten mit ein- oder mehrspurigen Kraftfahrzeugen. Hier spielen Freizeitaktivitäten und Tourismus als Ursache der Ortsveränderung die überwiegende Rolle.

Beide Verkehrsarten stellen unterschiedliche Ansprüche an das Verkehrssystem und sind daher getrennt voneinander zu betrachten. Es treten verschiedene Fragen und Probleme auf, entsprechend sind die Lösungsalternativen daran anzupassen.

Um die Nutzung des nicht motorisierten Verkehrs unter der Bevölkerung zu fördern, werden vom Bundesministerium insbesondere folgende Maßnahmen gesetzt:

  • Entwicklung von Maßnahmenvorschlägen zur Unfallvermeidung als Ergebnis von Beobachtung der Entwicklung in Bezug auf Verkehrssicherheit, Tiefenanalyse von Unfalldaten und Unfallmustern;
  • Informationskampagnen und Bewusstseinsbildung im Bereich der sanften Mobilität;
  • Unterstützung von Studien und Forschungsarbeiten, die sich mit nicht motorisiertem Verkehr beschäftigen;
  • Anpassung von Richtlinien, Vorschriften und Rechtsmaterien zum Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer und im Interesse der Verkehrssicherheit;
  • Unterstützung der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und anderer Verkehrsdienstleistungsunternehmen bei der Optimierung der Angebotsgestaltung für Radfahrer (zum Beispiel „Bike & Ride“).