Staatspreis Mobilität 2021

Der Weg zur Klimaneutralität und das Ziel Österreichs Klimavorreiter zu werden, stellen die Branchen der Mobilitätsindustrie und das Mobilitätssystem der Zukunft vor große Herausforderungen. Mit dem Staatspreis Mobilität 2021 werden daher Mobilitätsinnovationen, die Österreichs Weg zur Klimaneutralität 2040 ebnen und die Vision, Vorreiter im Klimaschutz zu werden stützen, ausgezeichnet.

Staatspreis Mobilität 2021
Foto: BMK

Der Staatspreis Mobilität stand 2021 unter dem Motto „Innovationen für den Klimaschutz“. Die Bundesministerin prämierte Staatspreise in drei Kategorien und einen Zukunftspreis Mobilität. Einreichen konnten Akteurinnen und Akteure aus Forschung, Industrie, Wirtschaft und Infrastruktur sowie Mobilitätsdienstleister, Interessensvertretungen, Kommunen und zivilgesellschaftlichen Initiativen. Der Zukunftspreis richtet sich an Absolventinnen und Absolventen universitärer beziehungsweise außeruniversitärer Ausbildungseinrichtungen.

Bundesministerin Leonore Gewessler: „Mit dem Staatspreis Mobilität stärken wir das Potenzial nachhaltiger Innovationen im Verkehr und machen sie sichtbarer. Und ich freue mich sehr über die vielen spannenden Projekte. Denn sie sind ein wichtiger Schlüssel für mehr Klimaschutz und die Energiewende. In dem wir alternative Lösungen vorantreiben und das Tempo in der Umsetzung weiter erhöhen, machen wir uns auch rascher unabhängig von Öl und fossilen Treibstoffen. Das ist heute wichtiger als je zuvor.“
HyCentA Research GmbH
Foto: © NIKLAS STADLER | www.niklasstadler.at

Drei Staatspreiskategorien und ein Zukunftspreis:

Staatspreis Kategorie 1: Forschen. Entwickeln. Neue Wege weisen.

In dieser Kategorie wurde das Unternehmen HyCentA Research GmbH mit seinem Projekt UpHy-I ausgezeichnet. Das Forschungsprojekt „Upscaling of green hydrogen for mobility and industry“ – kurz UpHy-I – befasst sich mit der Entwicklung von grüner Wasserstoffproduktion und -verteilung und mit der dafür benötigten Messtechnik zur Eichung der Wasserstoffmasse und Analyse der Qualität. UpHy-I adressiert erstmalig die Umsetzung der gesamten Wertschöpfungskette von grünem Wasserstoff im industriellen Maßstab von der Erzeugung, Abfüllung, optimalen Verteilung bis zur Qualitätssicherung. So werden wesentliche Anteile der H-Wirtschaft zurück nach Österreich gebracht und die Wertschöpfung in Österreich langfristig gestärkt.

Die weiteren Nominierten

  • eVSP, Linz Center of Mechatronics GmbH
  • InFraReD, Austrian Institute of Technology
Rosenbauer International AG
Foto: Niklas Stadler

Staatspreis Kategorie 2: Klimafreundliche Technologien. Nachhaltige Wertschöpfung.

Die Firma Rosenbauer International AG mit dem RT (Revolutionary Technology) wurde in dieser Kategorie für ihr innovatives Löschfahrzeugkonzept ausgezeichnet. Nach einer Konzeptstudie 2013 wurde 2020 schließlich eine neue Gesamt-Fahrzeugtechnologie für ein multifunktionales Einsatzfahrzeug gestartet. Mit dem Feuerwehrfahrzeug kann ein Großteil der Einsätze elektrisch abgearbeitet werden und neben der Reduzierung des Schadstoffausstoßes auch eine Verringerung des Lärmpegels am Einsatzort erzielt werden. Der RT ist bereits jetzt in Modellregionen wie Berlin, Amsterdam und Dubai im Einsatz.

Die weiteren Nominierten

  • CHIMERO HPC, Kreisel Electric
  • E-Mobilitätszentrum, Wiener Linien
carsharing.link
Foto: Niklas Stadler

Staatspreis Kategorie 3: Betreiben. Nutzen. Lernen.

Das Projekt carsharing.link war der Gewinner in dieser Kategorie. Eingereicht vom Verein für organisationsübergreifendes Carsharing verfolgt es das Ziel, ein kooperatives Carsharing-Angebot über Gemeindegrenzen und mit einheitlichen Standards zu etablieren. Hierzu wurde unter Beteiligung mehrerer Carsharing-Anbieter ein neu geschaffenes Roaming-Portal für Carsharing erstellt. Alle Dienstleister verwenden dazu ein zentrales Portal, während die Eigenständigkeit der einzelnen Betreiber erhalten bleibt. Durch den gemeinsamen Standard entsteht eine Interoperabilität zwischen den jeweiligen Fahrzeugen und bietet den Nutzer:innen einen einfachen Zugang zu einem vielfältigen Angebot. Sie profitieren von einem breiten Carsharing-Angebot, während die Flotten der einzelnen Anbieter besser ausgelastet werden können.

Die weiteren Nominierten

  • GrazLog, Stadt Graz
  • KlimaEntLaster, apptec ventures – Projektteam Klimaentlaster

Zukunftspreis Mobilität

Ausgezeichnet wurde in diese Kategorie die Arbeit von Theresa Mühlberghuber (Johannes Kepler Universität) zum Thema Mobility-as-a-Service (MaaS). Ziel der Arbeit war es, das Potenzial von MaaS im ländlichen Raum zu erheben, um nachhaltige Mobilität zu fördern. Effizientere Lösungsansätze und ein schnellerer Ausbau von MaaS in ländlichen Räumen kann nicht nur eine größere Vielfalt an umweltfreundlichen Mobilitätsangeboten schaffen, sondern fördert auch die soziale Inklusion und steigert die Lebensqualität.

Der 2. Platz ging an Alexandra Anderluh mit der Dissertation, die Optimierungsmodelle zur Integration emissionsfreier Fahrzeuge in urbane Lieferketten untersucht („MoOPCiLo“)“, der 3 Platz an Jonathan Fetka mit seiner Masterarbeit über Potenziale und Wirkungen eines unterirdischen Logistiksystems in Wien („Untergrundlogistik“).