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Paten und Patinnen für Pflanzen

Waris Dirie für das Silbergras

Es freut mich sehr, dass ich im Rahmen der Kampagne vielfaltleben die Patenschaft über das Silbergras übernehmen kann.
Als „Wüstenblume“ und Nomadentochter verbindet mich viel mit dem Silbergras. Das kleine, silbrig glänzende Gras ist selbst ein Nomade, der nicht lange an einem Ort verweilt. Als Erstbesiedler festigt es Sandböden und Dünen und bereitet so das Substrat für andere Pflanzen auf. Bald wird es dem Silbergras allerdings zu eng und es zieht weiter, um anderswo neues Terrain zu erschließen. 

Leider ist das kleine Wüstengras in Österreich vom Aussterben bedroht. Sandrasen und „wilde“ Sanddünen mussten in der Vergangenheit Agrarland weichen, der künstliche Nährstoffeintrag durch die Landwirtschaft setzte dem Silbergras massiv zu.

Das Silbergras ist als Wüstenpflanze weltweit verbreitet. In vielen Trockenregionen stellt sich die Situation allerdings anders dar. Die Wüste verschluckt fruchtbares Ackerland, das oftmals durch den Anbau intensiver Monokulturen (wie etwa Baumwolle) ausgelaugt und verödet wurde.
Im Grunde gilt für Mali, China oder Österreich das Gleiche: Nur ein respektvoller Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen schaffen die Grundlage für eine lebenswerte Zukunft. Dazu gehört auch das kleine Silbergras – hier und in meiner Heimat Afrika.

Schutzgebiet Silikatsandrasen

Karl Ploberger für den Sonnentau

"Die Vielfalt, die uns Mutter Natur zeigt, müssen wir zulassen und nachmachen", ist er überzeugt. Schon als Kind hat er sich mit Pflanzen beschäftigt und nun die Patenschaft für den Langblättrigen Sonnentau übernommen. "Schon im Alter von zwölf Jahren habe ich Sonnentaue beobachten können. Ein Lehrer hat mein Interesse für die Natur dann so richtig geweckt. Der Sonnentau fasziniert mich dabei bis heute. Deshalb übernehme ich nun die Patenschaft für den Langblättrigen Sonnentau in der Kampagne vielfaltleben.

Die Vielfalt, die uns Mutter Natur zeigt, müssen wir zulassen und nachmachen. Dort wo in der Natur Vielfalt vorherrscht, gibt es zahllose Tiere und blühende Pflanzen. Monokulturen dagegen schaffen eintönige Landschaften. Dieses Prinzip sollten wir uns auch bei der Gartengestaltung vor Augen halten. Eine Wildstrauchhecke z.B. ist bunt und bietet uns viel mehr Erlebnisse als standortfremde Pflanzen.

Wir können auch im Garten nur mit der Natur arbeiten, nicht gegen die Natur! Marienkäfer und andere Nützlinge sind dabei unsere gleichzeitig dankbaren Unterstützer. Geduld und Gelassenheit sind als Gärtnertugenden unerlässlich bei der Zusammenarbeit mit der Natur. Auch der Sonnentau muss Geduld haben, bis sich wieder eine Fliege zu ihm hingezogen fühlt."

Schutzprojekt Langblättriger Sonnentau

Rebekka Bakken für die Sumpfgladiole

Als Wahlösterreicherin freut es mich sehr, dass ich die Kampagne vielfaltleben unterstützen kann. Meine Musik lebt von Veränderung, Improvisation und Variationen. Ein einzelner Ton kann verzaubern, auf Dauer ist Eintönigkeit aber unerträglich. Denken Sie an eine Blumenwiese – eine Symphonie aus Blüten und Farben. Kaum denkbar, dass diese Pracht durch das monotone Grün von Kunstwiesen oder das Grau von Asphalt ersetzt werden könnte.