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Aufgaben des Bundesministeriums Österreich verfolgt seit über 25 Jahren eine Politik gegen die Nutzung von Kernenergie und engagiert sich konsequent für eine Verbesserung der nuklearen Sicherheit. Auch wenn es gelingt, das Risiko zu verringern, müssen die österreichischen Behörden auf den Ernstfall vorbereitet sein.

In Österreich gibt es keine Kernkraftwerke. Es befinden sich allerdings 14 Anlagen in einer Entfernung von weniger als 200 Kilometer von Österreichs Grenzen. Schwere Unfälle mit weitreichenden und schwerwiegenden Auswirkungen können nicht ausgeschlossen werden. Das Bundesministerium hat die Aufgabe, Vorkehrungen zu treffen, um die österreichische Bevölkerung bei einem radiologischen Notfall zu schützen:

  • internationale Vereinbarungen und automatische Alarmierungssysteme für die rasche Alarmierung der zuständigen Behörden und die rasche Warnung der Bevölkerung
  • Entscheidungshilfesysteme zur Prognose möglicher Auswirkungen von radiologischen Notfällen
  • Messsysteme wie das österreichische Strahlenfrühwarnsystem überwachen permanent die Umwelt auf radioaktive Kontaminationen  
  • Information der Bevölkerung über Verhaltensempfehlungen und Schutzmaßnahmen bei radiologischen Notfällen
  • Pläne zur laborgestützten Überwachung der Umwelt auf radioaktive Kontaminationen, wie der österreichweite Probenahmeplan
  • Notfallpläne auf Bundes- und auf Landesebene, die konkrete Ablaufpläne für die Umsetzung der geplanten Schutzmaßnahmen im Ernstfall enthalten
  • Notfallübungen, um Notfallpläne zu überprüfen und Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen
  • rechtliche Grundlagen für eine effiziente Planung, Vorbereitung und Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung, wie Strahlenschutzgesetz und vor allem die Interventionsverordnung.