Europäischer Forschungsraum

Im globalen Wissens- und Innovationswettbewerb benötigt es enge Zusammenarbeit in Forschung und Innovation innerhalb Europas in einem leistungsfähigen, offenen und attraktiven gemeinsamen Forschungsraum. Dieser wurde bereits im Jahr 2000 ins Leben gerufen und wird laufend evaluiert, reformiert und an aktuelle Herausforderungen und Trends im Bereich Forschung und Innovation angepasst.

Der Europäische Forschungsraum (EFR) ermöglicht einen offenen Austausch von Forscherinnen und Forschern und die freie Zirkulation wissenschaftlicher Erkenntnisse und Technologien. Durch eine enge Vernetzung der nationalen Forschungs- und Wissenschaftssysteme und effektive grenzüberschreitende Zusammenarbeit fördert der Europäische Forschungsraum nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit Europas, sondern damit auch dessen Fähigkeiten und Ressourcen großen Herausforderungen gegenüberzutreten.

Prioritäten des Europäischen Forschungsraums

Der Europäische Forschungsraum wird mit seinem 20. Jubiläum im Jahr 2020 nun einer umfassenden Reform unterzogen. Er zielt auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation und auf die Abstimmung und Koordinierung der Aktivitäten der Mitgliedstaaten ab. Prämissen des neuen Europäischen Forschungsraums sind die Prinzipien Exzellenz, Wettbewerbsfähigkeit, Stärkenorientierung und Offenheit. Im „ERA Forum for Transition“ wird in einer intensiven Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten die Basis erarbeitet.

Folgende Schwerpunkte bilden den Kern des neuen Europäischen Forschungsraums:

  • Priorisierung von Investitionen
  • Verbesserung des Zugangs zu Exzellenz
  • Übersetzung von FTI-Ergebnissen in wirtschaftlichen Wert
  • Vertiefung des EFR

Der Vorschlag der Europäischen Kommission für einen europäischen „Pact für R&I“ bekräftigt diese gemeinsamen Schwerpunkte und soll von den Mitgliedstaaten im Rat weiterentwickelt und in Folge als gemeinsame Strategie angenommen werden.

Betrag des BMK

Die internationalen Kooperationen und Programme für Forschung, Technologie und Innovation (FTI), die das BMK im Rahmen der nationalen FTI-Programme fördert, leisten einen wichtigen Beitrag. Diese Kooperationen erhöhen außerdem die Chancen österreichischer Bewerberinnen und Bewerber in der Europäischen Forschung und fördern die Wettbewerbsfähigkeit unserer Forschung und Wirtschaft. Das BMK wirkt zudem aktiv an der Arbeit am EFR auf europäischer Ebene mit.

Die konkreten Initiativen sind im Bereich internationale FTI-Kooperationen und Programme beschrieben.