Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Erfahren Sie mehr

Radonschutzverordnung

Die Verordnung regelt auf Basis des Strahlenschutzgesetzes den Schutz von Arbeitskräften und der Bevölkerung vor Gefahren durch Radon.

Die Verordnung über Maßnahmen zum Schutz von Personen vor Gefahren durch Radon (Radonschutzverordnung – RnV) wurde als BGBl. II Nr. 470/2020 kundgemacht und trat mit 10. November 2020 in Kraft. Sie ergänzt die Neufassung des Strahlenschutzgesetzes (StrSchG 2020), BGBl. I Nr. 50/2020, die die neue Strahlenschutz-Grundnormenrichtlinie (Richtlinie 2013/59/Euratom) in österreichisches Recht umgesetzt. Vervollständigt wird die Umsetzung der EU-Richtlinie auf Bundesebene durch die landesgesetzliche Festlegung von Radonvorsorgemaßnahmen bei Neubauten. Diese erfolgt im Rahmen von baurechtlichen Vorschriften auf Basis der Richtlinie 3 des Österreichischen Instituts für Bautechnik (OIB).

Beim Radonschutz am Arbeitsplatz wurden die entsprechenden Teilgebiete aus der Natürliche Strahlenquellen-Verordnung übernommen. Diese betreffen Arbeitsbereiche, bei denen es aufgrund der Arbeit oder der verwendeten Materialien unabhängig vom Standort des Betriebs zu erhöhten Radonkonzentrationen kommen kann.

Im Gegensatz dazu wurde der Gesundheitsschutz von Arbeitskräften vor Radon in Radonschutzgebieten gänzlich neu geregelt. Radonschutzgebiete sind geografische Bereiche in Österreich, in denen es wegen der geologischen Eigenschaften des Untergrundes bei vergleichsweise vielen Gebäuden zu hohen Radonkonzentrationen in Innenräumen kommt. In der neuen Radonschutzverordnung werden Radonschutzgebiete auf der Basis einer mehrjährigen österreichweiten Messkampagne ausgewiesen.

Bisher waren nur Unternehmen, die in die erstgenannte Gruppe von Arbeitsbereichen fallen, zu Radonschutzmaßnahmen verpflichtet. Mit Inkrafttreten des neuen Strahlenschutzrechts sind nun auch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in Radonschutzgebieten unabhängig von der Art ihrer Arbeit zum Radonschutz verpflichtet. In diesen Gebieten muss die Radonkonzentration an allen Arbeitsplätzen, die im Erdgeschoß oder in Kellergeschoßen liegen, ermittelt werden. Dafür beauftragt die Arbeitgeberin/der Arbeitgeber eine ermächtigte Überwachungsstelle. Die weiteren Verpflichtungen hängen von der erhobenen Radonkonzentration ab.
Die Radonschutzverordnung enthält insbesondere Regelungen betreffend:

  • Die Festlegung von Referenzwerten für die Radonkonzentration an Arbeitsplätzen und in Aufenthaltsräumen von Wohngebäuden,
  • Die Bestimmung der Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen von Wohngebäuden sowie am Arbeitsplatz
  • Die Ausweisung von Gebieten, in denen Radonschutzmaßnahmen an Arbeitsplätzen, die sich im Erdgeschoß oder in Kellergeschoßen befinden (Radonschutzgebiete)
  • Die Ausnahmebestimmungen von der Verpflichtung zur Erhebung der Radonkonzentration am Arbeitsplatz in Radonschutzgebieten.
  • Die Verpflichtungen bei Überschreitung des Referenzwerts am Arbeitsplatz
  • Die Ausweisung von Gebieten, in denen Radonvorsorgemaßnahmen in Neubauten zu treffen sind (Radonvorsorgegebiete). Anmerkung: Die konkreten baulichen Vorsorgemaßnahmen werden durch landesgesetzliche Regelungen festgelegt.

Weitere Informationen

Radonschutzverordnung
Radonschutz im Unternehmensserviceportal
Radon.gv.at