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Richtig angurten

Was Sie beim Anschnallen berücksichtigen müssen, um sich und Ihre Mitfahrerinnen und Mitfahrer optimal zu schützen.

Erwachsene

Dicke Mäntel, Jacken, Sakkos etc. ausziehen oder zumindest öffnen und Sitzposition optimal einstellen:

  • Mit dem Gesäß ganz nach hinten an die Sitzlehne rutschen.
  • Eventuell Sitzhöhe und -neigung anpassen.
  • Sitzlehne relativ aufrecht stellen, jedenfalls keine „Schlafstellung“.
  • Die Beine sollten bei gedrückter Kupplung nicht durchgestreckt werden können.
  • Die Hände liegen außen am Lenkradkranz in der Stellung „15 vor drei“. Die Arme können dabei auch unter Druck nicht durchgestreckt werden. Eventuell vorhandene Lenkradverstellung nutzen.
  • Kopfstütze so einstellen, dass die Oberkante der Stütze mit dem Scheitel abschließt.

Gurt an der Schlosszunge heranziehen und diese in das Gurtschloss einstecken. Das Gurtband darf dabei nicht verdreht werden und soll glatt am Körper aufliegen. Mit der Gurthöheneinstellung (soweit vorhanden) den Gurtverlauf am Oberkörper optimieren. Der Gurt soll möglichst mittig über das Schlüsselbein laufen. Der Beckengurtteil soll möglichst knapp über die Ansätze der Beine am Becken verlaufen. Störende Jacken oder Pullover unter dem Gurt wegziehen. Gurtband vor Fahrtantritt so gut wie möglich straffen, indem das Gurtband in Richtung Gurtaufroller gezogen wird.

Bei Schwangeren gibt es das Problem, dass der Beckengurt ungünstig über dem Bauch liegt. Damit wird im Falle eines Aufpralls das Ungeborene extremer Belastung ausgesetzt. Spezielle Gurt-Adapter bestehen aus einem flachen Kissen, an dem eine Schlaufe befestigt ist, die den Beckengurt nach unten zieht und ihn so unter dem Bauch hält (erhältlich im Baby-Zubehör-Einzelhandel). So sind Mutter und Kind optimal geschützt.

Kinder

  • Kinder nie ohne spezielle Kindersitze im Auto mitnehmen!
  • Jedes Kind muss auf einem eigenen Sitzplatz befördert werden.
  • Kindersitze müssen auf die Größe und das Gewicht des Kindes abgestimmt werden.
  • Erst so spät wie möglich in die nächst größere Gruppe von Kindersitzen wechseln.

Spezielle Informationen nach Altersgruppen:

Gruppe 0+ (bis 13 Kilogramm / bis etwa 15 Monate)

  • Montage nie in Fahrtrichtung!
  • Frontairbag bei Beförderung auf dem Beifahrersitz immer deaktivieren!
  • Montage mittels Isofix bzw. bei älteren Fahrzeugen mit dem geprüften Sicherheitsgurt des Fahrzeugs.

Gruppe 1 (von 9 bis 18 Kilogramm / von etwa 1 bis 4 Jahren)

  • Der Kindersitz muss mit dem Autositz fest verbunden werden. Kontrolle vor jeder Fahrt!
  • Fangtische und Gurte müssen immer möglichst knapp am Kinderkörper anliegen.
  • Kinder sollten so lange wie möglich in Kindersitzen entgegen der Fahrtrichtung im Auto mitfahren.

Gruppe 2/3 (15 bis 36 Kilogramm / von etwa 4 bis 12 Jahren bzw. 150 Zentimeter Körpergröße)

  • Für Kinder unter 135 Zentimeter Körpergröße ist ein Sitzkissen, am besten mit Rückenlehne, notwendig. Die Verwendung eines solchen Sitzkissens wird bis zu einer Größe von 150 cm empfohlen.
  • Auf die korrekte und straffe Gurtführung achten.
  • Wenn sich ihr Kind selbst anschnallt, kontrollieren sie die Gurtführung persönlich.

Haustiere

  • Kleine Haustiere nur in Transportcontainern befördern, die mittels Gurt gesichert, oder in den Fußraum gestellt werden.
  • Hunde auf der Rücksitzbank mit Brustgeschirr und speziellem Hundegurt anschnallen.
  • Für größere Hunde ist der einzig richtige Platz der Kofferraum eines Kombis. Trenngitter oder Trennnetze sorgen dafür, dass der Hund nicht über die Rückbank auf die Passagiere geschleudert wird.
  • Noch besser ist ein stabiler Transportkäfig, der auch am Wagenboden verankert werden kann.

Ladung

Schwere Gepäckstücke sollten möglichst direkt hinter den Rückenlehnen untergebracht werden. So fliegen sie nicht frei durch den Kofferraum und erzeugen keinen zusätzlichen Schwung. Vorteilhaft bei Kombis ist ein Trenngitter oder Trennnetz, welches den vollen Laderaum gegenüber den Insassen abgrenzt. Schwere Gepäcksstücke mit Spanngurten an den in jedem Personenkraftwagen vorhandenen Zurr-Ösen festzurren. Selbst leichte Dinge wie Regenschirme oder Auto-Apotheken auf der Hutablage entwickeln eine ungeheure Zerstörungsenergie und haben dort nichts verloren.