Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Erfahren Sie mehr

Ausgangsstoffe für Explosivstoffe

Im September 2014 wurden in Europa Maßnahmen eingeführt, die den Missbrauch von Explosivstoffen für kriminelle und terroristische Taten verhindern sollen. Die Abgabe der Stoffe des Anhang I an Privatpersonen ist seit 2. September 2014 ab dort festgelegten Konzentrationen verboten. Stoffe mit geringeren Konzentrationen als in Anhang I der Verordnung festgelegt, sind weiterhin ohne Vermarktungsbeschränkungen erhältlich. Mitgliedsstaaten können national ein absolutes Verbot, ein Registrierungssystem und/oder ein Genehmigungssystem vorsehen. In Österreich wurde durch das Artikelgesetz zur Änderung des Chemikaliengesetzes und des Bundeskriminalamt-Gesetzes ( BGBl. I Nr. 14/2015) in Verbindung mit der Ausgangsstoffverordnung ( BGBl II Nr. 31/2015) neben dem Verbot der Abgabe an Privatpersonen die Möglichkeit eines Registrierungssystems für 3 Stoffe und Gemische, die diese Stoffe enthalten, geschaffen. Beschränkte Ausgangsstoffe für Explosivstoffe müssen entsprechend der EU-Verordnung und der nationalen Vorschriften gekennzeichnet sein.

Ein weiterer Schwerpunkt dieser EU-Verordnung ist die Einrichtung einer nationalen Kontaktstelle der „verdächtige Transaktionen“ (Kaufvorgänge oder Versuche, bei denen der begründete Verdacht entsteht, dass der Kunde die Chemikalien für die unrechtmäßige Herstellung von Explosivstoffen verwenden könnte) sowie Diebstahl und Abhandenkommen erheblicher Mengen zu melden sind.

Verordnung (EU) Nr. 98/2013 über die Vermarktung und Verwendung von Ausgangsstoffen für Explosivstoffe