Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Klimapakt für Großbetriebe

Namhafte österreichische Unternehmen verpflichten sich im Rahmen des Klimapakts für Großbetriebe freiwillig, aber verbindlich zur Umsetzung der Klima- und Energieziele in der Europäischen Union.

Händekreis
Händekreis, Foto: BMLRT / Bernhard Kern

Der klimaaktiv Pakt2020 ist Österreichs Klimapakt für Großbetriebe. Als Vorreiter des betrieblichen Klimaschutzes verpflichten sich die Paktpartner freiwillig, aber verbindlich, die österreichischen Klimaziele bis zum Jahr 2020 zu erreichen (Basis 2005):

  • 16 Prozent Reduktion der Treibhausgas-Emissionen;
  • 20 Prozent Steigerung der Energieeffizienz;
  • 34 Prozent Anteil Erneuerbarer Energieträger am gesamten Energieverbrauch sowie
  • 10 Prozent Anteil Erneuerbarer Energien im Verkehrsbereich.

Mit dem klimaaktiv Pakt2020 hat das Umweltministerium 2011 ein Bündnis von Vorreiterbetrieben geschaffen und macht diese unter professioneller Begleitung des größten österreichischen Klimaschutznetzwerks zu öffentlichen Vorbildern und Wegbereitern für klimaverträgliches Wirtschaften. Gemeinsam demonstrieren die Paktpartner, wie sich Ökonomie und Ökologie in der betrieblichen Praxis optimal vereinbaren lassen und Klima und Unternehmen gleichermaßen profitieren.

Starke Partner und Partnerinnen für den Klimaschutz

Insgesamt zwölf Leitbetriebe konnten sich für die Teilnahme am klimaaktiv Pakt2020 qualifizieren:

  • Bank Austria
  • BUWOG Group
  • Canon Austria
  • Caritas Salzburg
  • Danone
  • Greiner Packaging Austria
  • Hali Büromöbel
  • Hoval
  • McDonald’s Österreich
  • Ölz Meisterbäcker
  • REWE International AG
  • Vöslauer Mineralwasser AG

Diese großen Unternehmen sind Vorreiter für eine nachhaltige Unternehmenspolitik und tragen dadurch wesentlich zur Transformation unseres Wirtschafts- und Energiesystems in Richtung Energieautarkie bei.

Konkrete Maßnahmen

Die Partner des klimaaktiv Pakt2020 erarbeiten im ersten Halbjahr nach ihrem Beitritt mit Unterstützung von Expertinnen und Experten von klimaaktiv detaillierte Klimaschutzkonzepte (individuellen Ziele und Maßnahmen).Damit werden alle maßgeblichen Bereiche – von der Steigerung der Energieeffizienz, über den Einsatz Erneuerbare Energieträger bis zu Maßnahmen im Gebäude- und Mobilitätsbereich – abgedeckt.

Neben dem Einsatz energieeffizienzsteigender Technologien (unter anderem Optimierung des Produktionsprozesses, LED-Beleuchtung, Informationstechnologie-Optimierung, energieeffiziente Geräte) und umfassender Energiemonitoringsysteme, der Errichtung von Photovoltaikanlagen sowie der Umstellung auf Fernwärme und Ökostrom, zählen thermische Gebäudesanierungen auf höchsten Energieeffizienzstandards und die Umstellungen der Fuhrparks (zum Beispiel Elektro-Mobilität und Umstieg auf Schienenverkehr) zu konkreten Maßnahmen, die in den Zielvereinbarungen der Paktpartner festgelegt sind.

Die Paktpartner werden bei der Maßnahmenumsetzung von den Expertinnen und Experten von klimaaktiv, den betrieblichen Energieberatungen der Länder und der Kommunalkredit Public Consulting GmbH professionell beraten und intensiv unterstützt. Die Fortschritte aller Paktpartner und die Erreichung der Mindestziele werden jedes Jahr durch die Österreichische Energieagentur und das Umweltbundesamt geprüft.

Angebote des Bundesministeriums für Betriebe

klimaaktiv, die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums, bietet eine Vielzahl von Beratungen: etwa zum energieeffizienten Bauen und Sanieren, zur Optimierung von Betriebsabläufen und Produktionsprozessen, zur Beschaffung energieeffizienter Geräte, zum Einsatz erneuerbarer Energieträger und zum Mobilitätsmanagement. Im Rahmen der Umweltförderung im Inland und dem Klima- und Energiefonds unterstützt das Bundesministerium Betriebe mit einer Reihe von Förderprogrammen wie zum Beispiel Sanierungsoffensive für gewerblich genutzte Gebäude, Förderungen für solarthermische Großanlagen oder für Mobilitätsmanagement in Betrieben.

Fortführung und Erweiterung bis 2030 geplant

Die klimaaktiv Paktpartner wollen sich im Rahmen der Österreichischen Klima- und Energiestrategie #mission2030 weiter für die Umsetzung der nationalen Klimaziele einsetzen. Das Bundesministerium wird daher den klimaaktiv Pakt bis 2030 ausweiten. Beitretende Unternehmen verpflichten sich zur Reduktion der Treibhausgase um mindestens 50 Prozent im Vergleich zu 2005. Das Ziel geht damit weit über das nationale Klimaschutzziel von 36 Prozent hinaus.

Um die positive Wirkung des klimaaktiv-Pakts auszubauen und zu verstärken, werden weitere Partner und Partnerinnen gesucht: www.klimaaktiv.at/pakt

klimaaktiv Pakt2020