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Obst und Gemüse aus der Region Das Wissen über die alten Obstsorten ist vielfach schon verloren gegangen. Dabei ist Apfel nicht gleich Apfel und Birne nicht gleich Birne. Motivieren Sie ihre Mitmenschen, dieses Wissen wieder neu aufleben zu lassen.

Das geerntete Obst kann gemeinschaftlich zu Biosäften, Marmeladen und Schnäpsen verarbeitet werden. Über ein regionales Vermarktungskonzept können so wertvolle Lebensräume gesichert werden. Auch fruchttragende Sträucher können mit einbezogen werden. Tauschbörsen für verloren geglaubte Frucht- und Gemüsesorten fördern die Bewusstseinsbildung.

Fördern Sie alte Sorten

Obst- und Gemüseanbau wurde in jüngster Zeit hauptsächlich ertragsoptimiert. Damit verschwinden alte Sorten, die über Jahrhunderte zufriedenstellende Ernten eingebracht haben und dem heimischen Klima perfekt angepasst sind. Greifen Sie beim Gemüseanbau auf solche Sorten zurück, denn sie sind oftmals resistenter gegen Krankheiten und ihr langsameres Wachstum schlägt sich positiv im Geschmack nieder.

Alte Obstbäume sind Lebensraum für zahlreiche Tierarten und auch hier lohnt es sich, die Sorten näher zu betrachten. Bis hin zum Walnussbaum, der in 20 Arten und weiteren 100 Varietäten vorkommt, reicht die Vielfalt. Auch bei der Tierzucht besinnt man sich heute wieder auf alte Haustierrassen. Sie bringen weniger Milch- und Fleischertrag, sind aber als "Allrounder" weniger stressanfällig und kennen die Geburten- und Fruchtbarkeitsproblematik von Hochleistungstieren nicht. Die Vielfalt der Nutztierrassen ist ein wesentlicher Bestandteil landwirtschaftlicher Identität.

Aliens im Garten

Fremdartige Pflanzen (Neophyten) verlocken mit intensiven Farben, ihrem Duft und begeistern uns auch, wenn sie eine Vielzahl von Insekten anlocken. Doch unmerklich konkurrieren sie mit unseren einheimischen Arten um die Gunst der Bienen, Hummeln und Käfer, wenn es um die notwendige Bestäubung geht. Damit gelten Neophyten weltweit als zweitwichtigste Ursache für die Ausrottung von Arten.

Diese Bedrohung mag im eigenen Garten noch nicht wahrnehmbar sein. Doch allzu oft gelangen diese "Fremdlinge" über Kompost und achtlose Entsorgung auf Böschungen oder in Waldbereiche. Dort können sich einige von ihnen durchsetzen und bilden großflächige Bestände aus. Vielfach verfolgen diese Neuankömmlinge eine Ausbreitungsstrategie, die in ihrer neuen Heimat konkurrenzlos ist - und werden damit zur Problemart.

Neben dem freiwilligen Verzicht auf nicht heimische Tier- und Pflanzenarten, ist das Bewusstsein für die Gefährdung der Natur durch Neobiota ein wesentlicher Schritt.
Eine vollständige Liste der Neobiota Österreichs, ihr Potential zur Bedrohung von heimischen Lebensräumen und die Gefahren für Allergiker finden Sie zum Beispiel auf den Seiten des Umweltbundesamts.