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EU-Innovationsfonds

Das Förderprogramm für innovative Demonstrationsprojekte startete 2020.

Der EU-Innovationsfonds wird von 2020 bis 2030 Demonstrationsvorhaben im Bereich innovativer Technologien und bahnbrechender industrieller Innovationen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes fördern. Insgesamt werden zum Beispiel für Projekte in der energieintensiven Industrie, der Erzeugung erneuerbarer Energie sowie der Energiespeicherung zumindest 450 Millionen Emissionszertifikate aus dem EU-Emissionshandelssystem (abhängig vom Preis der Emissionszertifikate, in etwa 10 Milliarden Euro an Fördermitteln) zur Verfügung stehen.

Dazu sollen nun jährlich bis 2030 zwei Ausschreibungen stattfinden, darunter eine Ausschreibung für Projekte mit einem Investitionsvolumen von über 7,5 Millionen Euro (jeweils Anfang drittes Quartal) und eine Ausschreibung für Projekte mit einem Investitionsvolumen unter 7,5 Millionen Euro (jeweils Ende viertes Quartal).

Hinweis

Gefördert werden im Rahmen des EU-Innovationsfonds bei Projekten über 7,5 Millionen Euro sowohl Invest- als auch Betriebskosten. Bei Projekten unter 7,5 Millionen Euro werden Investitionskosten gefördert.

Der Prozess zur Auswahl der Projekte wird auf EU-Ebene von der Europäischen Kommission mit Unterstützung der Innovation and Networks Executive Agency (INEA) und der Europäischen Investitionsbank (EIB) erfolgen. Weitere Informationen finden Sie auch in einer Präsentation der Generaldirektion Klima der Europäischen Kommission, der INEA und der EIB.

EU Innovationsfonds, Saubere Technologien auf den Markt bringen
EU-Innovationsfonds: Saubere Technologien auf den Markt bringen, Foto: BMK, Quelle: Europäische Kommission

Ausschreibungen 2020

Die ersten Ausschreibung für Projekte über 7,5 Millionen Euro im Überblick

Die erste Ausschreibung des Innovationsfonds der Europäischen Union (EU) wurde am 3. Juli 2020 von der Europäischen Kommission veröffentlicht. Diese Ausschreibung adressierte große Projekte mit einem Investitionsvolumen von mehr als 7,5 Millionen Euro. Es werden innovative Projekte zu sauberer Energie und saubrerer Industrie gefördert um zur „Green Recovery“ der EU beizutragen und um das Ziel der Klimaneutralität der EU voranzutreiben.

Projekte konnten im Rahmen der ersten Phase (expression of interest) bis 29. Oktober 2020 über das EU Funding and Tenders Portal eingereicht werden. Die besten 70 Projekte wurden nun eingeladen, ihre vollständigen Projetanträge für die zweite Phase (full application) bis 23. Juni 2021 einzureichen. Eine finale Förderentscheidung soll Ende 2021 erfolgen.

EU Innovationsfonds, Erste Ausschreibung für große Projekte
EU-Innovationsfonds: Erste Ausschreibung für große Projekte, Foto: BMK, Quelle: Europäische Kommission

Zur Konkretisierung des Designs des ersten Calls wurden seit 2019 Workshops in Mitgliedstaaten und mit Stakeholder-Gruppen sowie eine öffentliche Konsultation abgehalten. Im Jahr 2020 wurden weitere technische und wirtschaftliche Themen-Workshops mit Expertinnen und Experten aus den Mitgliedstaaten organisiert und unter Teilnahme – auch österreichischer – Stakeholder durchgeführt.

Die Auswahlkriterien für die Ausschreibung von Projekte über 7,5 Millionen Euro im Überblick

Die Projekte sollen in einem zweistufigen Auswahlprozess ausgewählt werden.

In der ersten Phase ist eine Interessensbekundung (expression of interest) gefordert, auf deren Basis die Effektivität der Treibhausgas-Emissionsvermeidung, der Innovationsgrad und die Projektreife gleichwertig sektorübergreifend gewichtet werden. Jene Projekte, die nur die ersten beiden genannten Kriterien erfüllen, können sich für eine Unterstützung zur Projektentwicklung (project development assistance) qualifizieren.

In der zweiten Phase wird eine vollständige Projektbewerbung (full application) gefordert, in der zusätzlich zu den drei genannten Kriterien auch die Skalierbarkeit und die Kosteneffizienz bewertet sowie gewichtet werden. Details zum Auswahlprozess finden Sie in der ersten Ausschreibung (call for proposals).

Aktuelles zur ersten Ausschreibung für Projekte unter 7,5 Millionen Euro

Für Projekte unter 7,5 Millionen Euro startete im Rahmen der „Green Recovery“ die erste Ausschreibung am 1. Dezember 2020 und war bis 10. März 2021 geöffnet. Der Ausschreibungsprozess selbst ist einstufig und vereinfacht. Wie bei der Ausschreibung für Projekte über 7,5 Millionen Euro, können Projekte in den Bereichen energieintensive Industrie, Erneuerbare, Energiespeicher und CCUS eingereicht werden, der Fokus dieser Ausschreibung lag dabei auf Projekten, die bereit für den Markteintritt sind. Die Grenze der Förderhöhe ist maximal 60 % der gesamten CAPEX.

Die Europäische Kommission wollte mit dieser Ausschreibung außerdem Projekte in den Technologiebereichen Direct Air Capture, Net Carbon Removal und Substitute Products motivieren sich zu bewerben.

Eine finale Förderentscheidung soll Ende 2021 erfolgen.

Österreichischer Workshop 2019 gemeinsam mit der Europäischen Kommission

Die Sektion Klima und Energie, Abteilung VI/7 Innovative Klima- und Energie-Technologien und Bioökonomie, lud am 18. September 2019 gemeinsam mit der Europäischen Kommission zum Workshop "EU-Innovationsfonds" ein. Christian Holzleitner, zuständig für den EU-Innovationsfonds in der Generaldirektion Klima der Europäischen Kommission, präsentierte erste Ideen zu den geplanten Ausschreibungen. Anschließend stellten die Förderungs- und Abwicklungsstellen KPC, FFG und Klima- und Energiefonds sowie Vertreterinnen und Vertreter der österreichischen Industrie und Forschungsinstitutionen österreichische Projekte und Erfahrungsberichte vor.

Ziel des Workshops war es einerseits österreichische Projekte zu präsentieren, die bei der Realisierung von CO2-mindernden Technologien im Rahmen des EU-Innovationsfonds in Frage kommen, und andererseits Kriterien und mögliche Herausforderungen zukünftiger, erfolgreicher Ausschreibungen des EU-Innovationsfonds zu diskutieren.

Liste aller vorgestellten Projekte im Rahmen der Workshop-Reihe  der Europäischen Kommission

Weiterführende Informationen

Kontakt

Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie
Abteilung VI/7 Innovative Klima- und Energie-Technologien und Bioökonomie
E-Mail: vi-7@bmk.gv.at