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EU-Innovationsfonds Das Förderprogramm für innovative Demonstrationsprojekte startet 2020

Der EU-Innovationsfonds wird von 2020 bis 2030 Demonstrationsvorhaben im Bereich innovativer Technologien und bahnbrechender industrieller Innovationen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes fördern. Insgesamt werden zum Beispiel für Projekte in der energieintensiven Industrie, der Erzeugung erneuerbarer Energie sowie der Energiespeicherung zumindest 450 Millionen Emissionszertifikate aus dem EU-Emissionshandelssystem (abhängig vom Preis der Emissionszertifikate, in etwa 10 Milliarden Euro an Fördermitteln) zur Verfügung stehen.

EU Innovationsfonds, Saubere Technologien auf den Markt bringen
EU-Innovationsfonds: Saubere Technolgien auf den Markt bringen, Foto: BMK, Quelle: Europäische Kommission

Erste Ausschreibung 2020

Die erste Ausschreibung des Innovationsfonds der Europäischen Union (EU) wurde am 3. Juli 2020 von der Europäischen Kommission veröffentlicht. Diese Ausschreibung adressiert große Projekte mit einem Investitionsvolumen von mehr als 7,5 Millionen Euro. Es werden innovative Projekte zu sauberer Energie und saubrerer Industrie gefördert um zur „Green Recovery“ der EU beizutragen und um den Weg zur Klimaneutralität der EU weiterzugehen. 

Zur Konkretisierung des Designs des ersten Calls wurden seit 2019 Workshops in Mitgliedstaaten und mit Stakeholder-Gruppen sowie eine öffentliche Konsultation abgehalten. Im Jahr 2020 wurden weitere technische und wirtschaftliche Themenworkshops mit Expertinnen und Experten aus den Mitgliedstaaten organisiert und unter Teilnahme – auch österreichischer – Stakeholder durchgeführt.

Aktuelles zur ersten Ausschreibung für Projekte über 7,5 Millionen Euro

Die Veröffentlichung der ersten Ausschreibung finden sie hier. Projekte können über das EU Funding and Tenders Portal eingereicht werden. Die Frist zur Einreichung der ersten Phase ist der 29. Oktober 2020. Ergebnisse und Einladung zur zweiten Phase werden im 1. Quartal 2021 erwartet.

Die Europäische Kommission hat Mitte Mai 2020 häufig gestellte Fragen (FAQ) zur ersten Ausschreibung (Informationen zu den Prozessen für Ausschreibungen, Förderanträge, Evaluierungen, Anforderungen an das Profil der Förderwerber und -werberinnen, Projektentwicklungen (project development assistance), Fördervergaben, Ko-Finanzierungen und Synergien von EU Innovationsfonds und staatliche Beihilfen et cetera) veröffentlicht. Weitere FAQs zum EU-Innovationsfonds und zur Einreichung der 1. Ausschreibung werden auf dem EU Funding and Tenders Portal regelmäßig ergänzt.

EU Innovationsfonds, Erste Ausschreibung für große Projekte
EU-Innovationsfonds: Erste Ausschreibung für große Projekte, Foto: BMK, Quelle: Europäische Kommission

Die erste Ausschreibung im Überblick

Die Projekte sollen in einem zweistufigen Auswahlprozess ausgewählt werden. In der ersten Phase ist eine Interessensbekundung (expression of interest) gefordert, auf deren Basis die Effektivität der Treibhausgas-Emissionsvermeidung, der Innovationsgrad und die Projektreife gleichwertig sektorübergreifend gewichtet werden. Jene Projekte, die nur die ersten beiden genannten Kriterien erfüllen, können sich für eine Unterstützung zur Projektentwicklung (project development assistance) qualifizieren.

In der zweiten Phase wird eine vollständige Projektbewerbung (full application) gefordert, in der zusätzlich zu den drei genannten Kriterien auch die Skalierbarkeit und die Kosteneffizienz bewertet sowie gewichtet werden. Details zum Auswahlprozess finden Sie in der ersten Ausschreibung (call for proposals). Im Rahmen der ersten Ausschreibung werden Projekte mit einem Volumen von mehr als 7,5 Millionen Euro angesprochen.

Für Projekte unter 7,5 Millionen Euro startet im Rahmen der „Green Recovery“ die erste Ausschreibung am 1. Dezember 2020 in einer vereinfachten Form,  und soll sodann auch jährlichen stattfinden. Gefördert werden im Rahmen des EU-Innovationsfonds grundsätzlich sowohl Invest- als auch Betriebskosten.

Der Prozess zur Auswahl der Projekte wird auf EU-Ebene von der Europäischen Kommission mit Unterstützung der Innovation and Networks Executive Agency (INEA) und der Europäischen Investitionsbank (EIB) erfolgen. Weitere Informationen finden Sie auch in einer Präsentation der Generaldirektion Klima der Europäischen Kommission, der INEA und der EIB.

Österreichischer Workshop 2019, gemeinsam mit der Europäischen Kommission

Die Sektion Klima, Abteilung VII/5 Innovative Technologien und Bioökonomie, lud am 18. September 2019 gemeinsam mit der Europäischen Kommission zum Workshop "EU-Innovationsfonds" ein. Christian Holzleitner, zuständig für den EU-Innovationsfonds in der Generaldirektion Klima der Europäischen Kommission, präsentierte erste Ideen zu den geplanten Ausschreibungen. Anschließend stellten die Förderungs- und Abwicklungsstellen KPC, FFG und Klima- und Energiefonds sowie Vertreterinnen und Vertreter der österreichischen Industrie und Forschungsinstitutionen österreichische Projekte und Erfahrungsberichte vor.

Ziel des Workshops war es einerseits österreichische Projekte zu präsentieren, die bei der Realisierung von CO2-mindernden Technologien im Rahmen des EU-Innovationsfonds in Frage kommen, und andererseits Kriterien und mögliche Herausforderungen zukünftiger, erfolgreicher Ausschreibungen des EU-Innovationsfonds zu diskutieren. Die Diskussion im Rahmen des Workshops zeigte, dass bis zur ersten Ausschreibung des EU-Innovationsfonds noch einige offene Fragen beantwortet und im Detail konkretisiert werden müssen. 

Detailliertes Programm und Präsentationen des Workshops

Weiterführende Informationen

Kontakt

Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie
Abteilung VII/5 – Innovative Technologien und Bioökonomie
E-Mail: vii5@bmk.gv.at