IPCEI Mikroelektronik und Kommunikationstechnologien (Mikroelektronik II)

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Am 8. Juni 2023 wurde durch die Europäische Kommission ein zweites IPCEI im Bereich Mikroelektronik beihilferechtlich genehmigt. Es nehmen insgesamt 100 (direkte und assoziierte) Partner aus 19 europäischen Staaten teil. Das IPCEI erweitert das erste IPCEI zu Mikroelektronik sinnhaft, indem das gesamte Ökosystem mit einbezogen wird und aktuelle Versorgungsengpässe adressiert werden. Österreich nimmt mit fünf direkten und einem assoziierten Partner mit Mitteln aus dem Europäischen Wiederaufbaufonds sowie zusätzlichen nationalen Mitteln am IPCEI teil.

Im Verlauf der zweiten Hälfte des deutschen Ratsvorsitzes 2020 haben sich die Diskussionen rund um Verhandlungen zu einem zweiten IPCEI zu Mikroelektronik konkretisiert. Die Unterzeichnung der „Declaration on Microelectronics“ am 7. Dezember 2020 durch Österreich und 16 weitere EU-Mitgliedstaaten bildete den Grundstein für intensive Vorbereitungen der Mitgliedstaaten, mit dem Ziel das erste IPCEI zu Mikroelektronik sinnhaft zu erweitern.

Dazu fanden im Sommer und Herbst 2021 Matchmaking-Aktivitäten statt, während zeitgleich an der Vorbereitung für die Pränotifizierungsdokumente gearbeitet wurde. Mit Dezember 2021 wurden alle sechs österreichischen Unternehmen bei der Europäischen Kommission für das IPCEI ME II vorangemeldet. Die beihilferechtliche Genehmigung durch die Europäische Kommission wird frühestens Ende 2022/Anfang 2023 erteilt werden können.

Bereits im Herbst 2020 hat die Republik Österreich die erste Phase der Interessensbekundung für das IPCEI Mikroelektronik II durchgeführt. Insgesamt zwölf Unternehmen haben hier Projektskizzen in den Bereichen Packaging, Kommunikationstechnik, Leistungselektronik, Prozessoren, Prozesstechnik und Sensoren eingereicht. Aufgrund des großen Interesses und der inhaltlichen Fokussierung beider involvierter Ressorts wurden die Bemühungen auf europäischer Ebene daraufhin intensiviert.

Nachdem die österreichische Teilnahme am IPCEI Mikroelektronik II im April 2021 in den Österreichischen Wiederaufbauplan aufgenommen wurde, wurde die zweite Stufe zur Interessensbekundung mit Juni 2021 ausgeschrieben. Auf Basis der Entscheidung einer internationalen Jury wurden im September 2021 sechs österreichische Unternehmen zur Teilnahme am weiteren Prozess auf europäischer Ebene ausgewählt.

Die Republik Österreich bringt sich nun auch weiterhin in die Verhandlungen auf europäischer Ebene ein und unterstützt die sechs ausgewählten Unternehmen im Zuge des Notifizierungsprozesses.

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