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Europäische Kunststoffstrategie

Die von der Europäischen Kommission veröffentlichte europäische Strategie für Kunststoffe ist ein wesentlicher Teil des Kreislaufwirtschaftspakets der Europäischen Union (EU).

Mülltrennung von Plastikflaschen
Recycling-Mülltrennung, Foto: BMLRT / Paul Gruber

Laut Europäischer Kommission entstehen in Europa jährlich Kunststoffabfälle in Höhe von rund 25,8 Millionen Tonnen. Davon werden derzeit weniger als 30 Prozent dieser Abfälle für das Recycling gesammelt. Sehr große Mengen von Kunststoffabfällen gelangen aus verschiedensten Quellen in die Umwelt und verursachen erhebliche wirtschaftliche und ökologische Schäden. Weltweit wird der Anteil von Kunststoffen an den Abfällen im Meer auf über 80 Prozent geschätzt. In der EU landen jährlich 150.000 bis 500.000 Tonnen an Kunststoffabfällen im Meer.

Mit der vorliegenden Strategie soll nach Vorstellung der Europäischen Kommission die Grundlage einer Umgestaltung für eine neue Kunststoffwirtschaft geschaffen werden. Künftig soll sowohl beim Design als auch bei der Herstellung von Produkten aus Kunststoff den Erfordernissen in Bezug auf Wiederverwendung, Reparatur und hochwertiges Recycling Rechnung getragen werden sowie nachhaltigere Materialien entwickelt und gefördert werden. Gleichzeitig soll der Markt für recycelte Kunststoffe gefördert werden.

Bis 2030 sollen alle auf dem EU-Markt in Verkehr gebrachten Kunststoffverpackungen wiederverwendbar sein oder kosteneffizient recycelt werden können. Nicht recycelbare Stoffe sollen aus Verpackungen verbannt werden. Vor diesem Hintergrund ist es auch notwendig, die Aufbereitung und Verarbeitung von recycelten Kunststoffen durch bessere Sammlung und Sortierung von Kunststoffabfällen zu fördern.

Einen Fokus der Strategie bildet auch die Vermeidung von Kunststoffabfällen in der Umwelt insbesondere durch Einweg-Kunststoffartikel wie zum Beispiel sogenannte "Coffee-to-go-Becher", Plastikgeschirr und Einwegflaschen.

Im Visier der europäischen Kommission steht auch absichtlich beigefügtes Mikroplastik in Kosmetika, Waschmittel, Farben et cetera. Dieses macht zwar nur einen relativ kleinen Teil des gesamten freigesetzten Mikroplastiks aus, lässt sich aber relativ leicht vermeiden. Daher wurde im Rahmen des europäischen Chemikalienrechts bereits ein Verfahren zur europaweiten Beschränkung dieser Art des Mikroplastiks eingeleitet.