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Förderung für thermische Gebäudesanierung und Heizkesseltausch („Raus aus Öl“)

Neben der Umweltförderung im Inland, die vor allem auf Energieeffizienzsteigerung und Ressourceneinsparung im betrieblichen Bereich abzielt, besteht seit vielen Jahren die Sanierungsoffensive für Private (auch Sanierungsscheck genannt). In der Raumwärme gibt es – sowohl durch Sanierungen, aber auch durch eine Umstellung der Heizsysteme – ein großes Potenzial zur Vermeidung klimaschädlicher CO2-Emissionen.

Heizkessel
Kesseltausch, Foto: BMK / Armin Pecher

Privatpersonen werden damit bei der thermischen Sanierung von Gebäuden sowie bei der Umstellung auf ein klimafreundliches Heizungssystem unterstützt. Adressatinnen und Adressaten von Förderungen sind natürliche Personen, die Eigentümerinnen/Eigentümer, Bauberechtigte oder Mietende eines Ein- oder Zweifamilienhauses (EFH) oder einer Wohnung in einem mehrgeschoßigen Wohnbau im Inland sind. Bereits 2018 wurde der „Raus aus Öl“-Bonus eingeführt und die Aktion im Jahr 2019 leicht adaptiert fortgesetzt. Der Bonus sollte einen noch stärkeren Anreiz für den Ausstieg aus fossilen Energieträgern schaffen.

Bis 2035 soll das Heizen mit fossilen Brennstoffen aus dem heimischen Wohnsektor gänzlich verschwinden, zumal alleine der Bestand an Ölkesseln auf rund 600.000 geschätzt wird. Privatpersonen und Betriebe werden beim Tausch eines fossilen Heizungssystems auf einen Nah- bzw. Fernwärmeanschluss und – wenn dies nicht möglich war – auf eine klimafreundliche Wärmepumpe oder eine Holzzentralheizung mit bis zu 5.000 Euro unterstützt. Die Nachfrage war 2019 entsprechend groß. Betrachtet man die 2019 im Rahmen der Sanierungsoffensive genehmigten Förderungsanträge, so wurde bei 76 % ein Heizungstausch durchgeführt. Dabei wurde bei knapp zwei Drittel dieser Fälle (64 %) auf Biomasse umgestellt. Eine Wärmepumpe ließen sich 27 % einbauen. Auf Fernwärme stiegen 9 % aller Förderungswerberinnen und Förderungs¬werber um. Großteils wurden Ölkessel ersetzt (69 %), gefolgt von Allesbrennern/Kohle/ Koks (21 %). 7 % ersetzten Gas, und 3 % ließen ihre Stromheizung tauschen.

Insgesamt haben 2019 fast 15.000 Privathaushalte und Betriebe im Rahmen der Sanierungsoffensive eine Förderung erhalten. Aufgrund der hohen Nachfrage wurden die Mittel im September 2019 nochmals um 20 Millionen Euro aufgestockt. Insgesamt wurde für das Jahr 2019 vom BMK ein Budget von 62,7 Millionen für die Sanierungsoffensive bereitgestellt.

Die Förderungsaktion wurde 2020 fortgesetzt. Aufgrund der Bedeutung wurden die Budgetmittel deutlich aufgestockt. Für 2020 sind so 142,7 Millionen Euro für die Sanierungsoffensive (inklusive circa 100 Millionen Euro für „Raus aus Öl“) vorgesehen. Für die Jahre 2021 und 2022 sind 650 Millionen Euro für die Sanierungsoffensive und „Raus aus Öl“ budgetiert sowie circa 50 Millionen Euro für einen staatlichen Haftungsrahmen zum Energie-Contracting. Weiters ist für die beiden kommenden Jahre ein Budget von 100 Millionen Euro zur zusätzlichen Unterstützung von einkommensschwachen Haushalten reserviert.

Infothek: Heizkesseltausch BMK fördert Umstieg auf saubere Heizungen heuer mit 100 Millionen Euro

„Raus aus Öl“-Bonus

Informationen zur Antragsstellung zum jeweiligen Stand der Förderaktion „Raus aus Öl“ sind hier abrufbar und werden laufend aktualisiert.