Stadt und Land in die Zukunft denken – Tagung 2022, Rückblick Die Garten Tulln

Das Klimaschutzministerium, das Land Niederösterreich, der Österreichische Gemeindebund und der Österreichische Städtebund haben am 17. Mai zur Agenda-2030-Tagung unter dem Titel „Stadt und Land in die Zukunft denken“ auf die Garten Tulln eingeladen.

Logo Agenda 2030 für Stadte und Gemeinden

Auch die nunmehr dritte Tagung dieser Reihe war eine Kooperationsveranstaltung im Rahmen der Nachhaltigkeitskoordination Österreichs, dieses Mal mit dem Land Niederösterreich als Gastgeber. Viele interessierte Personen aus ganz Österreich sowie Schulgruppen aus dem Umland folgten dem Aufruf nach Tulln und tauchten trotz Wetterkapriolen in die vielfältige Landschaft der 17 Nachhaltigkeitsziele ein.

Auf dem blühenden Gelände der Garten Tulln waren die SDG-Erlebnisräume – Beispiele einer gelungen Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele aus ganz Österreich – verteilt und die Besucher:innen tauschten sich bei den Ständen aus und sammelten spielerisch Praxis und Erfahrung. Hierbei stand die Vielfalt im Mittelpunkt – etwa die Werkstatt für den Umbau bzw. Neubau von Schulen mit den Tiroler Baupiloten oder der niederösterreichische Regenwasserplan oder Beispiele für eine klimaangepasste Beschattung und Renaturierungen in der steirischen Marktgemeinde Lieboch.

Peter Iwaniewicz, BMK und Rainer Obricht, Land NÖ eröffnen die Agenda 2030-Tagung
Eröffnung der Tagung mit Peter Iwaniewicz (BMK) und Rainer Obricht (Land Niederösterreich), Foto: Rainer Burger, eNu

Der Österreichische Städtebund bot gemeinsam mit seinen Partnern einen Workshop zum SDG-Kommunalcheck an. Dieser ist ein niederschwelliges Instrument, um Investitionsprojekte einer Gemeinde hinsichtlich auf die 17 Nachhaltigkeitsziele zu überprüfen, einer ersten Ausgabe am Beispiel eines Kindergartenprojekts wird nun der nächste Praxischeck entwickelt.

Zweihundert Kinder und Jugendliche nahmen teil beim SDG-Quiz und besuchten Workshops von Südwind Österreich und Natur im Garten, den Sieger:innen des Parcours winkten drei Kinderräder der Marke „Woom bikes“.

Beim Festakt am Nachmittag standen die zwei wichtigsten Zukunftsthemen von Stadt und Land, vorgestellt vom Zukunftsforscher Andreas Reiter, im Mittelpunkt – eine Belebung der Ortskerne bzw. im städtischen Sinne eines „Dorfes in der Stadt“ sowie die verbesserte Attraktivität des ländlichen Raumes durch einen Digitalisierungsschub und der Kopplung von Arbeits- und Wohnformen auf dem Land. Die Aussagen zur Keynote von Andreas Reiter wurden untermauert mit der Wichtigkeit einer Auseinandersetzung von Orten mit CO2-Bilanzierungsprogrammen, vorgestellt vom Vorarlberger Unternehmen kairos, dem ReUse und Brachflächen-Recycling von Ecoplus Niederösterreich, der Aktion zum Rückbau des Tullner Nibelungenplatzes in einen klimafitten Erholungsbereich, und dem Trend zur Mulitlokalität, d. h. zum Leben und Wohnen an zwei Orten von der oberösterreichischen Zukunftsakademie. Spannende Beiträge von Vertreter:innen aus Politik sowie von den Verbänden des Österreichischen Städte- wie Gemeindebundes rundeten den Festakt ab.

Tipp

Detaillierter Rückblick und Fotogalerie unter → nachhaltigesoesterreich.at