Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Erfahren Sie mehr

Europäische Eisenbahnagentur (ERA)

Erfahren Sie Wesentliches über ihre grundlegenden Aufgaben und ihren Gremien.

Logo Eisenbahnagentur der Europäischen Union

Im Rahmen des sogenannten "Zweiten Eisenbahnpaketes" wurde mit Beschlussfassung der Verordnung (EG) Nummer 881/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 die rechtliche Basis für die Errichtung einer Europäischen Eisenbahnagentur geschaffen. Der Sitz dieser Agentur ist in Valenciennes im französischen Departement Pas de Calais. Seit 2016 bildet die Verordnung (EU) 2016/796 die Rechtsgrundlage.

Hauptaufgaben

Die Hauptaufgabe der Agentur besteht in der technischen Unterstützung der Europäischen Kommission und der Mitgliedstaaten im Hinblick auf die Verbesserung der Interoperabilität und der Sicherheit des europäischen Eisenbahnsystems.

Die Agentur beschäftigt sich mit folgenden Aufgaben:

  • Entwicklung der gemeinsamen Sicherheitsziele,
  • Entwicklung der gemeinsamen Sicherheitsmethoden,
  • Weiterentwicklung der technischen Spezifikationen für die Interoperabilität (sogenannter "TSI").

Auf Grund des so genannten „Vierten Eisenbahnpaketes“, welches die Europäische Kommission Anfang 2013 präsentierte, werden auch die bisherigen „technischen“ Legislativakte reformiert. So werden die Richtlinien zur Interoperabilität und zur Eisenbahnsicherheit neu gefasst und die Zuständigkeiten zwischen der Agentur und den Behörden der Mitgliedstaaten neu konzipiert:

  • Zulassungen von bestimmten technischen Spezifikationen (TSI)
  • Zulassungen von Eisenbahnfahrzeugen
  • Erteilung von Sicherheitsbescheinigungen

werden der Agentur übertragen. Den Mitgliedstaaten wird dafür eine verstärkte Kontrolltätigkeit auferlegt.

Obwohl dieses neue Eisenbahnpaket noch lange nicht als beschlossen gilt, stehen diese Punkte zwischen Europäischem Parlament und Rat (Mitgliedstaaten) außer Diskussion. Aus diesem Grund wird auch die Rechtsgrundlage der Agentur selbst (ERA-Verordnung 881/2004) neu konzipiert.

Einrichtung

Am 15. Juli 2004 hat in Valenciennes die konstituierende Sitzung des Verwaltungsrates stattgefunden, wobei dieser sich aus je einer Vertreterin/Vertreter sowie Stellvertreterin/-vertreter aus einem Mitgliedstaat der Union, vier Vertreterinnen/Vertreter sowie Stellvertreterinnen/-vertreter der Kommission und sechs Vertreterinnen/Vertreter aus dem Eisenbahnsektor (Eisenbahnunternehmen, Infrastrukturbetreiber, Eisenbahnindustrie, Gewerkschaften, Fahrgästen und Güterverkehrskunden/-kundinnen) zusammensetzt.

Dieses Gremium, dessen Leitung ein Verwaltungsratsvorsitzender inne hat, beschließt im Wesentlichen das jeweilige Budget für das folgende Jahr sowie die Arbeitsprogramme, wobei nur die Vertreter der Mitgliedstaaten und die Vertreterinnen/Vertreter der Kommission stimmberechtigt sind.

Ein eingesetzter Exekutivausschuss bereitet die Tagungen des Verwaltungsrates vor.

Gremien und Ausblick

Gewählter Verwaltungsratsvorsitzender ist Herr Mats Anderson aus Schweden. Die Vertreter Österreichs im Verwaltungsrat sind Herr Klaus Gstettenbauer als Mitglied und Herr Wolfgang Catharin als Stellvertreter für die Periode 2014 - 2019. Der Vorsitzende des Exekutivausschusses ist Herr Robin Grooth vom Vereinigten Königreich. Zum neuen leitenden Direktor für die nächsten fünf Jahre wurde am 30. September 2014 der Österreicher Josef Doppelbauer auf Grund von Vorschlägen der Europäischen Kommission vom Verwaltungsrat gewählt. Der bisherige Direktor Marcel Verslype wird seine Tätigkeit am 31. Dezember 2014 beenden.

Mehr als hundert Expertinnen und Experten aus dem Bahnsektor werden in Valenciennes beschäftigt. Diese bereiten mit den Delegierten aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union in sehr vielen Arbeitsgruppen die der Agentur übertragenen Aufgaben für eine Beschlussfassung in den entsprechenden Brüsseler Gremien vor.

Zahlreiche Expertinnen und Experten aus der Gruppe Schiene des österreichischen Verkehrsministeriums sind für einzelne Arbeitsgruppen nominiert, sodass das ausgezeichnete Wissen österreichischer Eisenbahnexpertinnen und -experten in europäischen Gremien einfließen kann.

Weitere Informationen und insbesondere die verschiedenen Stellenausschreibungen für eine Tätigkeit in dieser Agentur finden Sie auf der Website der Europäischen Eisenbahnagentur.