Aktionsplan Mikroplastik

Im Österreichischen Regierungsprogramm 2020–2024 wird auf die Ausarbeitung eines österreichischen Aktionsplans gegen Mikroplastik Bezug genommen.

Der Aktionsplan ist ein Beitrag Österreichs zur Umsetzung des „Grünen Deals“ der EU, insbesondere des EU-Aktionsplans für die Kreislaufwirtschaft, der EU-Plastikstrategie sowie des EU-Aktionsplans zur Schadstofffreiheit von Luft, Wasser und Boden. Maßnahmen im Bereich Mikroplastik stellen auch einen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung dar.

Im Jahr 2021 wurde unter Federführung des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) ein Entwurf des Aktionsplans Mikroplastik erstellt. In diesem Rahmen wurden auch bisherige Kooperationspartner des BMK im Bereich Mikroplastik konsultiert, um den aktuellen Stand abzubilden und geeignete weiterführende Maßnahmen zu definieren. Ein Entwurf des Aktionsplans lag im Jänner 2022 vor.

Von Ende Jänner bis Anfang März waren betroffene Institutionen und die Öffentlichkeit eingeladen zum Entwurf des Aktionsplans schriftlich Stellung zu nehmen. Die Stellungnahmen wurden von Expertinnen und Experten gesichtet und  so weit wie möglich in die finale Version des Aktionsplans eingearbeitet.

Der finale Aktionsplan enthält fünf Aktionsfelder, in denen das BMK und seine Partner auf nationaler, europäischer und globaler Ebene aktiv sind. Zu den Aktionsfeldern zählen: 

  • Stärkung der Datenlage, Forschung und Innovation, 
  • effektive Umsetzung und Weiterentwicklung der Regulierung, 
  • Bewusstseinsbildung im Bereich Öffentlichkeit und Schulen, 
  • freiwillige Maßnahmen sowie
  • Maßnahmen auf globaler Ebene.

Im Rahmen dieser Aktionsfelder wurde ein umfassendes und ambitioniertes Paket von rund 25 weiterführenden Maßnahmen ausgearbeitet, die im Zeitraum 2022 bis 2025 umgesetzt werden. Damit soll die Freisetzung von Mikroplastik in die Umwelt drastisch reduziert werden.

Der Aktionsplan wurde am 11. Mai 2022 von der Bundesregierung beschlossen und wird in den nächsten Monaten und Jahren ambitioniert umgesetzt. Daher ist die Erstellung eines Zwischenberichts im Jahr 2023 und ein finaler Umsetzungsbericht im Jahr 2026 vorgesehen.

Hintergrund

Zu den Quellen von Mikroplastik in der Umwelt zählen absichtlich in Produkte beigesetztes Plastik (primäres Mikroplastik) und Mikroplastik, das aus unabsichtlich in die Umwelt freigesetztem Plastik entsteht (sekundäres Mikroplastik). Aufgrund der vielfältigen Quellen erfordert die Reduzierung von Mikroplastik eine Kombination von verschiedenen, sektorenübergreifenden Maßnahmen.

Aktionsplan Mikroplastik 2022–2025 (PDF, 592 KB)

Tipp

Für Fragen zum Thema wenden Sie sich bitte per E-Mail an mikroplastik@bmk.gv.at.