Krieg in der Ukraine 

Der Krieg in der Ukraine ist eine humanitäre Katastrophe, die rasche und unbürokratische Hilfe erfordert.

Die Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung haben zum Ziel, das Leid der Menschen durch umfangreiche Hilfspakete zu mindern und Russland durch zielgerichtete Sanktionen zum Einlenken zu bringen.

„Der Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine ist aufs Schärfste zu verurteilen. Das Leid und den Schmerz, die ich hier gesehen habe, machen mich tief betroffen. Gerade in Zeiten wie diesen ist es von größter Bedeutung, den Menschen rasch und unkompliziert zu helfen. Genau das machen wir“, sagt Ministerin Leonere Gewessler.

Das BMK setzt daher zusätzliche Aktionen, um Flüchtende und Vertriebene dabei zu unterstützen, diese Ausnahmesituation so selbständig wie möglich zu bewältigen.

Freie Fahrt in allen Öffis für ukrainische Flüchtlinge

Millionen Menschen mussten unvermittelt ihre Heimat verlassen und ihr gesamtes Hab und Gut hinter sich lassen. Viele sind bei dringend notwendigen Besorgungen und Behördenwegen auf den Öffentlichen Verkehr angewiesen. Deshalb werden ukrainische Vertriebene von den Fahrtkosten befreit (siehe Stichtage), wie das BMK und die Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Verkehrsverbund-Organisationsgesellschaften (ARGE ÖVV) gemeinsam bekannt gegeben haben. Die zur freien Fahrt benötigten Dokumente sind im Wesentlichen ein Reisepass bzw. Reisedokumente.

Інформація для подорожуючих з України (→ ÖBB)

Not-Ticket Ukraine (neu)

Nachdem das Not-Ticket Ukraine (alt) mit 30. September 2022 ausgelaufen ist, wird analog der Europäischen Bahnen ein adäquates Nachfolgeprodukt eingeführt: Das Not-Ticket Ukraine (neu) wird nur mehr an einreisende Vertriebene in den Zügen aus Richtung Tschechien, der Slowakei und aus Ungarn durch das Zugbegleitpersonal ausgegeben.

Gültig 24 Stunden ab Ticketausstellung für eine Fahrt von Břeclav Grenze, (Tschechien) Marchegg Grenze, Kittsee Grenze (Slowakei) oder Hegyeshalom Grenze (Ungarn) zu einem ÖBB-Bahnhof in Österreich oder nach Passau Hauptbahnhof (Deutschland)  Buchs SG (Schweiz), Brennero/Brenner und Tarvisio Boscoverde (Italien). Gültig in Zügen der ÖBB in Österreich in der 2. Klasse.

Ausgabe nur direkt im Zug beim Zugbegleiter. Sollte eine vertriebene Person keinen Zugbegleiter im Zug antreffen, ist eine Ausgabe in einem späteren Zug die Ausgabe auch möglich.

Bereits in Österreich befindliche Vertriebene erhalten das Not-Ticket Ukraine (alt) an den ÖBB Ticketschaltern inklusive einer schriftlichen Information über die Änderungen ab 10. Oktober 2022. Dieser Text wird in Deutsch und auf Ukrainisch an den Ticketschaltern mit dem Not-Ticket Ukraine (alt) überreicht.

Begleitende Informationskampagne für vertriebene Personen im ÖBB Reisezentrum auf Ukrainisch und Deutsch, sowie beim Zugbegleitpersonal.

Keine Vignettenpflicht für Pkw mit ukrainischen Kennzeichen 

Zusätzlich hat das BMK im Einvernehmen mit dem Finanzministerium (BMF) gemeinsam mit der ASFINAG vereinbart, alle humanitären Hilfstransporte in und durch Österreich von der Maut zu befreien. Sämtliche Fahrzeugtypen – vom Pkw bis zum Lkw und Bus – können sich von der Maut befreien lassen. Pkw mit ukrainischen Kennzeichen wurden temporär von der Vignettenpflicht sowie von der Streckenmaut in Österreich ausgenommen. Darüber hinaus benötigen Pkw unabhängig von ihrer Nationalität keine Vignette, wenn sie im Rahmen einer Hilfsleistung Flüchtlinge befördern. Wie bei den humanitären Hilfstransporten muss dafür lediglich vor Antritt der Fahrt eine Mautbefreiung auf der Website der ASFINAG beantragt werden.

Tipp

Alle Informationen, wie das einfach und unkompliziert klappt, finden Sie übersichtlich auf → asfinag.at und unter → go-maut.at.