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Wie funktioniert eCall?

Das eCall-Notrufsystem sieht vor, dass bei Auslösung der fahrzeugseitigen eCall-Einheit (durch automatische Auslösung zum Beispiel des Airbags oder manuell durch Betätigung einer Taste), über die Notrufnummer 112 die nächstgelegene Einsatzzentrale (Public Safety Answering Point (PSAP)) alarmiert wird. Da in Österreich die öffentliche Kurzrufnummer 112 für die Entgegennahme und Bearbeitung von Notrufen und eCalls dem Bundesministerium für Inneres (BMI) übertragen ist, werden eCalls in den polizeilichen Landesleitzentralen entgegengenommen und bearbeitet.

Das bordeigene eCall-Gerät übermittelt dabei einen so genannten Mindestdatensatz (MSD, englisch: minimum set of data) - ein kleines Datenpaket, welches Informationen zur Position des Fahrzeugs und weitere Fahrzeugdaten beinhaltet - an die nächstgelegene eCall-PSAP. Die PSAP entschlüsselt den MSD und baut eine Sprachverbindung mit dem Fahrzeug auf. Der Mitarbeiter (Disponent) in der PSAP teilt den Fahrzeuginsaßen mit, dass Hilfe unterwegs ist und kann - sofern ein Fahrzeuginsaße ansprechbar ist - ergänzende Information zum Unfall erfragen und diese an die Einsatzkräfte weiterleiten.

Die Europäische Kommission schätzt, dass durch die Einführung von eCall die Anzahl der Todesopfer im Verkehr um bis zu 10 Prozent pro Jahr und die Anzahl der Schwerverletzten bis zu 15 Prozent reduziert werden können. Eine ähnliche Art von Service wird auch von kommerziellen Anbietern wie der Fahrzeug- aber auch der Versicherungsindustrie angeboten, für die es aber keine Ausstattungsverpflichtung gibt. Diese privaten eCall-Dienste werden als Third Party Services eCall (TPS-eCall) bezeichnet.