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Österreichischer Biokraftstoffbericht 2018 Österreich mit hohem Anteil an Biokraftstoffen im EU-Spitzenfeld

Nach der Österreichischen Kraftstoffverordnung 2014 besteht in Österreich die Verpflichtung einen Anteil von zumindest 3,4 Prozent - bezogen auf den Energiegehalt - der in den freien Verkehr gebrachten oder verwendeten fossilen Ottokraftstoffe und zumindest 6,3 Prozent fossilen Dieselkraftstoffe durch Biokraftstoffe zu substituieren.

Im Jahr 2017 wurde in Österreich wieder ein hoher Prozentsatz an fossilen Kraftstoffen durch Biokraftstoffe substituiert. Das gültige Substitutionsziel von 5,75 Prozent, gemessen am Energieinhalt, wurde mit 6,1 Prozent ein weiteres Mal übertroffen. Österreich liegt damit weiterhin im Spitzenfeld der EU 27.

Insgesamt wurden in Summe rund 435.000 Tonnen Biodiesel, rund 24,000 Tonnen Hydriertes Pflanzenöl (HVO), rund 80.000 Tonnen Bioethanol und rund 15.000 Tonnen Pflanzenöl in Verkehr gebracht.

Im Vergleich zu 2016 war 2017 erneut ein Anstieg des Kraftstoffverbrauchs von insgesamt +1,5 Prozent zu verzeichnen (+4,2 Prozent bei Dieselkraftstoffen, +/-0 Prozent bei Ottokraftstoffen, -59 Prozent bei Biodiesel in Reinverwendung-B100 und -35 Prozent bei Hydrierten Pflanzenölen-HVO). Grund für den starken Rückgang von B100 und HVO war der im Verhältnis niedrigere Preis für fossilen Dieselkraftstoff.

Durch die Einführung des Nachweises der Nachhaltigkeit mittels Zertifikaten und dem Aufbau des elektronischen Monitoringsystems der UBA GmbH „Elektronischer Nachhaltigkeitsnachweis – elNa“ bestehen seit 2013 für Österreich die Möglichkeit gesicherte Aussagen zu den verwendeten Rohstoffen der österreichischen Biokraftstoffproduktion zu machen.

Im Berichtsjahr 2017 wurden zur Biodieselproduktion rund 35 Prozent Raps und rund 61 Prozent Altspeiseöl, tierische Fette und Fettsäuren eingesetzt. Wie auch in den vergangenen Jahren wurde kein Palmöl für die Produktion von Biodiesel in Österreich verwendet. Zur Ethanol Produktion wurden etwa 63 Prozent Getreide und 37 Prozent Mais eingesetzt.

Als nächster Schritt wird intensiv an der praktischen Umsetzung der beiden EU Richtlinie (EU) 2015/1513 und (EU) 652/2015 in Österreich gearbeitet, insbesondere betreffend die erweiterten Berichtsplichten, das Unterziel für so genannte fortschrittliche Biokraftstoffe sowie dem Themenbereich der Uptstream Emissions Reductions (UERs)

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