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Umweltüberwachung

Das laborgestützte Überwachungsnetz ist neben dem Strahlenfrühwarnsystem der zweite Bestandteil der Überwachung Österreichs auf Radioaktivität.

Laborgestützte Überwachung

Im Rahmen der großräumigen Umweltüberwachung wird der Radionuklidgehalt in der Luft, im Niederschlag und in Oberflächengewässern sowie in Lebensmitteln und im Trinkwasser regelmäßig beprobt und im Labor analysiert. Die Hauptaufgaben des laborgestützten Überwachungsnetzes sind, bundesweit jederzeit auch geringfügige Erhöhungen der Radioaktivität in Lebensmitteln und in Umweltmedien festzustellen. Somit können im Fall einer großräumigen Kontamination sofort die notwendigen Messungen durchgeführt werden (Probenahmeplan).

Jahresbericht Radioaktivitätsüberwachung

Der Bericht wird gemeinsam vom Bundesministerium für Klimaschutz, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, dem Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz und der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) herausgegeben. Der Jahresbericht für 2017 bis 2019 enthält eine Zusammenstellung der Messdaten zur Radioaktivität in der Umwelt und anderen Bereichen und informiert über die resultierende Strahlenexposition der österreichischen Bevölkerung sowie das zugrundeliegende Monitoringprogramm. Auch die Ergebnisse der behördlichen sowie der betriebsinternen Überwachung von kerntechnischen Anlagen in Österreich werden präsentiert.

Die durchschnittliche Strahlendosis der österreichischen Bevölkerung beträgt rund 4,5 Milli-Sievert (mSv) pro Einwohner und Einwohnerin im Jahr, wobei die wesentlichen Beiträge von der natürlichen Strahlung sowie der Anwendung der Radioaktivität in der Medizin herrühren. Im Vergleich dazu fallen die übrigen Quellen kaum ins Gewicht; auch die Strahlenbelastung durch die Folgen des Reaktorunfalls von Tschernobyl im Jahr 1986 liegt nur mehr unter 0.01 mSv pro Jahr. Die Katastrophe von Fukushima im März 2011 hatte keine Auswirkung auf die Dosis der österreichischen Bevölkerung; mit hochempfindlichen Messmethoden waren aber Spuren radioaktiver Stoffe aus diesem Ereignis nachweisbar.Das damals für Strahlenschutz zuständige Bundeskanzleramt hat 1988 einen zusammenfassenden Bericht über die Auswirkungen des Reaktorunfalls von Tschernobyl auf Österreich herausgegeben.