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Fernwärme Fernwärmesysteme zählen zu den saubersten, komfortabelsten und umweltfreundlichsten Formen von Energiebereitstellung für Heizung und Warmwasser. Ein weiterer Ausbau der Versorgungsnetze ist nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern trägt auch nachhaltig zur Erreichung energiepolitischer Ziele bei, insbesondere bei der Einsparung von Primärenergieträgern.

Erzeugung

Die Wärmeversorgung nimmt in Österreich eine zentrale Position der Energieversorgung ein. In Österreich werden 30 Prozent des energetischen Endverbrauches durch Heizungswärme (inklusive Warmwasserbereitung und Klimatisierung) bestimmt. Der Marktanteil der Nah- und Fernwärme am gesamten Wärmebedarf Österreichs (inklusive Warmwasserbereitung) lag zuletzt (2015) bei knapp 24 Prozent und hat sich seit 1990 etwa verdreifacht.

Durch den Einsatz von hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zur Fernwärmeversorgung in Ballungszentren gelang es, ausgehend von den Neunzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts, die Kohlenstoffdioxyd- (CO2-) Emissionen Österreichs deutlich zu reduzieren, derzeit sind diese Anlagen aber aufgrund der Strompreisentwicklung unter starkem wirtschaftlichem Druck.

Verteilung

Die Trassenlänge der Heißwassernetze der Wärmeversorgungsunternehmen Österreichs stieg von 4.918 Kilometer im Jahr 2013 auf etwa 5.000 Kilometer in 2015. Die durchschnittliche Zubaurate im Zeitraum 2016 bis 2025 liegt bei 58 Kilometer jährlich gemäß den Planungen der Unternehmen. Eine Darstellung der Fernwärmenetze samt Erzeugung und Kenngrößen sowie weiterführende Informationen finden sich auf der Website www.austrian-heatmap.gv.at.

Mit Hilfe der Förderungen gemäß Wärme- und Kälteleitungsausbaugesetz wird der Ausbau der Infrastruktur nachhaltig stimuliert. Bisher wurden schon mehr als 100 Millionen Euro an Fördermitteln vergeben, die eine etwa dreifache Investitionssumme sowie eine jährlich Einsparung an CO2 Emissionen von etwa 400.000 Tonnen bewirkt haben.

Verbrauch

In Österreich war es 2015 deutlich kälter als im Jahr zuvor, der Heizenergiebedarf stieg entsprechend, die Heizgradsummen lagen um etwa 12 Prozent höher als 2014. Daher stieg der energetische Endverbrauch von Fernwärme 2015 um sechs Prozent.

Aktuell werden gemäß den Angaben des Fachverbandes der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen bereits mehr als 24 Prozent aller Wohnungen in Österreich mit Nah-/Fernwärme beheizt, Tendenz steigend. Wegen der Kosten bei der Fernwärmeverteilung kommt diese Art der Wärmeversorgung insbesondere in Gebieten mit ausreichend hoher Wärmedichte zur Anwendung, das heißt überwiegend in Ballungszentren (siehe auch www.austrian-heatmap.gv.at).

Fernkälte

Insbesondere in den Ballungszentren wird die Nachfrage nach Klimatisierung in den nächsten Jahrzehnten deutlich zunehmen, somit auch jene nach Fernkälte, einem Zukunftsmarkt mit hohem Investitionsbedarf, jedoch auch hohem Effizienzpotential. Derzeit noch auf niedrigem Niveau, im Jahr 2015 wurden etwa 140 thermische Gigawattstunden (GWhth) an Endkundinnen und Endkunden abgegeben, so könnten dies im Jahr 2025 300 GWhth oder mehr sein (Gesamtbedarf in Gebäuden im Jahr 2025 etwa 2,6 thermische Terawattstunden (TWhth)). Technisch sind die dafür notwendigen Großanlagen (primär auf Basis Abwärme betrieben) ausgereift und ermöglichen gegenüber dezentralen, elektrisch betriebenen Kleinanlagen Einsparungen an Primärenergieträgern und CO2.

Erfahren Sie mehr über den Energieträger Fernwärme auf der Website des Fachverbandes der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmen.