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FEMtech

Forschungsprojekte 2008 bis 2014 – Review

Die Rückschau umfasst zwei Teile. Ziel ist es einerseits die bislang gemachten Erfahrungen mit den FEMtech FTI-Projekten beziehungsweise FEMtech Forschungsprojekten zu dokumentieren und andererseits auf dieser Basis Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung des Programms zu formulieren.

Die Integration von Gender in die Inhalte von Forschung und Lehre wird in der internationalen Diskussion aktuell als eine der zentralen Herausforderungen bezeichnet. Dies auch deshalb, da nicht davon ausgegangen werden kann, dass eine Erhöhung des Frauenanteils in Wissenschaft und Forschung alleine eine entsprechende Veränderung auslösen wird. In vielen Ländern werden im Kontext der Forschungsförderung Genderkriterien verwendet, die sich häufig nur auf die Beteiligung von Frauen beziehen und nicht immer verpflichtend sind.

Elizabeth Pollitzer sieht die Berücksichtigung der Gender-Dimension in derForschung als ein zentrales Qualitätsmerkmal von "guter Forschung" an. Sie illustriert dies anhand eines anschaulichen Beispiels und verweist darauf, dass in der Sicherheitsforschung im Automobilbereich überwiegend männliche Crash-Test-Dummies verwendet werden. In der Folge werden die auf Basis männlicher Körper entwickelten Standards als geschlechterindifferente Kategorien herangezogen, die Spezifika weiblicher Körper bleiben unberücksichtigt. In der Pharmazie ist es nach wie vor nicht Standard, dass Medikamente sowohl an Frauen wie auch an Männern getestet werden und in der Biologie bleibt das Geschlecht von Zellen häufig unberücksichtigt.

Die FEMtech-Initiative insgesamt wie auch die FEMtech-FTI-Projekte beziehungsweise FEMtech-Forschungsprojekte adressieren explizit diese Herausforderung und gelten daher als internationale Vorzeigeprogramme. Bislang liegen auch keine dem vorliegenden Review vergleichbaren Analysen aus anderen Ländern vor. Der Fokus des vorliegenden Reviews liegt auf der Frage, wie Gender in Forschungsprojekten operationalisiert wird und wie die Genderexpertise in Projekten verankert ist. (Angela Wroblewski, Gender in Forschungsinhalten – Review der FEMtech Forschungsprojekte 2008 bis 2014; Institut für Höhere Studien (IHS), Wien, 2016)

Diese Publikation steht Ihnen auf unserer FEMtech-Programm-Website zur Verfügung.

Programmevaluation 2011

Mit der Durchführung der FEMtech Programmevaluation im Zeitraum August 2010 bis Anfang Februar 2011 wurde die ARGE "3C“ beauftragt, bestehend aus der Forschungs- und Beratungseinrichtung convelop (Graz, Wien) sowie den deutschen Partnerinstituten com.X (Bochum) und CEWS, ein Bereich des Leibniz-Instituts GESIS (Bonn).

Ziel der Evaluierung war die Bewertung der mittelfristigen Effekte und Wirkungsrichtungen (bei einer Laufzeit von cirka 7 Jahren), um einen Beitrag für die Programmweiterentwicklung zu leisten. Dabei kam ein pragmatisches und fokussiertes Evaluationsdesign zum Einsatz, welches quantitative und qualitative Methoden kombiniert.