Band 24: Instandsetzung von chloridhältigem unbewehrtem Beton – Problematik von Tunnelanstrichsystemen  VSF-Forschungsarbeit

Tunnelanstrichsysteme haben nachstehende für die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit der Tunnelbenützer wesentliche Eigenschaften zu erfüllen wie Helligkeit für die Erhöhung der subjektiven und  objektiven Sicherheit bzw. Senkung der Beleuchtungskosten, glatte Oberflächen für eine Reduktion von Schmutzablagerungen bzw. Vermeidung von zur Irritation der Verkehrsteilnehmer führenden Unebenheiten der Tunnelwand und Reinigungsfähigkeit.

Titelbild der Publikation

In den letzten Jahren waren vermehrt Schäden an Tunnelbeschichtungen festzustellen. Die Schäden treten in unterschiedlichen Intervallen auf, teilweise sogar wenige Wochen nach Verkehrsfreigabe. Einerseits wurde ein Ablösen der Anstrichschicht, andererseits wurde aber auch ein Absprengen des unter dem Anstrich befindlichen Instandsetzungsmörtels vom Altbeton festgestellt. Diese Schäden führen aus mehreren Gründen zu einer Erhöhung des Gefährdungspotentials der Infrastrukturbenutzer, das heißt die Verkehrssicherheit in Tunnel wird deutlich reduziert durch:

  • Reduktion der Helligkeit durch Fehlstellen (abgelöste Bereiche) im Anstrich
  • Verstärkte Schmutzablagerungen durch rauere Oberfläche beziehungsweise an den Rändern der Fehlstellen
  • Irritationen der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer durch Fehlstellen (Lichtbrechung, optische Eindrücke, etc.)
  • Gefährdung der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer durch abgesprengte Instandsetzungsmörtelteile
  • Verringerte Reinigungsfähigkeit, da eine Verstärkung des Ablöseeffektes durch die Tunnelreinigung hervorgerufen wird, wenn bereits Fehlstellen vorhanden sind
  • Erhöhung der Beleuchtungskosten (höhere Verschmutzung beziehungsweise fehlende Anstrichbereiche)
  • Erhöhung der Unfallhäufigkeit beziehungsweise des Unfallrisikos aufgrund vermehrter durch Sanierungsmaßnahmen hervorgerufener Tunnelsperren und Teilsperren.

Instandsetzung von chloridhältigem unbewehrtem Beton (PDF, 27 MB)