Energiewende: Heute startet zweiter Fördercall für Photovoltaikanlagen 106 Millionen Euro für PV-Anlagen und Stromspeicher vorhanden

Einreichung ab 14. Juni 17:00 Uhr auf eag-abwicklungsstelle.at

Der Ausbau der Photovoltaik geht in Österreich im Rekordtempo voran. Nach dem erfolgreichen ersten Call im März, startet heute am 14. Juni um 17:00 Uhr der zweite Fördercall. Alle Interessierten können auf eag-abwicklungsstelle.at ihre Anträge einreichen. Für den zweiten Call stehen 106 Millionen Euro zur Verfügung.

Aufgrund des großen Interesses an der Photovoltaikförderung wurde das Budget durch das Klimaschutzministerium deutlich aufgestockt. Insgesamt stehen für 2023 rund 600 Millionen Euro an Förderungen bereit. 

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler: "Unzählige Menschen in Österreich wollen einen Beitrag zur Energiewende leisten. Die Nachfrage nach Sonnenkraftwerken bleibt ungebrochen groß. Das freut mich sehr, denn der Ausbau von Sonnenstrom stärkt unsere Unabhängigkeit und sorgt für sinkende Energiepreise. Mit dem heutigen Start des zweiten Fördercalls und einem Rekordbudget von rund 600 Millionen Euro für dieses Jahr unterstützen wir dabei. Wir haben die Förderung auch deutlich vereinfacht, um jeden Beitrag zur Energiewende so leicht wie möglich zu machen. Private können etwa auch nach Baubeginn einen Förderantrag stellen.“
 

Der zweite Fördercall im Detail

Im zweiten Call stehen insgesamt 106 Millionen Euro zur Verfügung: 45 Millionen Euro aus dem EAG (davon 35 Millionen für die Kategorien A und B) sowie zusätzlich 61 Millionen Euro aus dem Klima- und Energiefonds. Eingereicht werden kann zwischen 14. und 28. Juni 2023.

Die Investitionsförderung für Photovoltaikanlagen erfolgt über unterschiedliche Kategorien:

  • In Kategorie A werden Anlagen mit bis zu 10 Kilowattpeak (kWp) gefördert. Dafür gibt es 285 Euro pro kWp.
  • In Kategorie B werden Anlagen von 10 bis 20 Kilowattpeak gefördert. Dafür gibt es 250 Euro pro kWp.
  • In Kategorie C werden Anlagen von 20 bis 100 Kilowattpeak gefördert. Hier kommen im Zuge einer Auktion die Anlagen mit dem niedrigsten Förderbedarf zum Zug. Die maximale Förderhöhe beträgt 160 Euro pro kWp.
  • In Kategorie D werden Anlagen von 100 bis 1000 Kilowattpeak gefördert. Hier kommen im Zuge einer Auktion die Anlagen mit dem niedrigsten Förderbedarf zum Zug. Die maximale Förderhöhe beträgt 140 Euro pro kWp.

Privatpersonen, die eine klassische Dachanlage bis zu einer Leistung von 20 Kilowatt beantragen und bei der Förderung über das EAG nicht zum Zug kommen, werden automatisch an die Förderschiene des Klima- und Energiefonds weitergeleitet und können dort eine Förderung bekommen. Dafür ist eine einmalige Antragstellung über eag-abwicklungstelle.at und die Zustimmung zur Weiterleitung ausreichend. Beim Klima- und Energiefonds müssen und können keine weiteren Anträge gestellt werden.

Dazu kommen weitreichende Verbesserungen für die Antragsteller:innen. So kann bei Privaten der Antrag für die Förderung dieses Jahr erstmals auch nach Beginn der Arbeiten gestellt werden. Einzig vor der Inbetriebnahme der Anlage muss ein erster, vollständiger Förderantrag gestellt werden – eine Förderzusage ist aber auch für die Inbetriebnahme nicht erforderlich.

Zwei weitere Fördercalls finden August und Oktober statt, für die noch ein Budget von mindestens 115 Millionen Euro zur Verfügung steht.

Tipp

Erfahren Sie mehr über die Förderung nach dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz: Investitionszuschüsse nach dem EAG oder stellen Sie Ihren Antrag auf eag-abwicklungsstelle.at.